Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstschnee
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Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstschnee
Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstschnee
Anreise:
über Zürich und Landquart nach Klosters
Wetter:
morgens bedeckt, gegen Nachmittag hin immer schöner
Schnee:
an Sonnenhängen fast gar nichts, Pisten zu 90% Kunstschnee
Wartezeiten:
an den Luftseilbahnen jeweils 5 bis 15 Minuten, da Fahrplanbetrieb; sonst nix
Pistenpläne:
Parsenn, Jakobshorn
Geöffnete Anlagen Parsenn:
125PB Klosters-Gotschnaboden
100PB Gotschnaboden-Gotschnagrat
200SSB Davos-Höhenweg
110SSB Höhenweg-Weissfluhjoch
6KSB Parsenn Rapid
4KSB Totalp
6EUB Schifer-Obersäss
6EUB Obersäss-Weissfluhjoch
2SL Hauptertäli
2SL Parsennfurka 1
2SL Parsennfurka 2
2SL Kreuzweg
4-KSB Gruobenalp
Geöffnete Anlagen Jakobshorn:
50-PB Davos-Ischalp
60-PB Ischalp-Jakobshorn
2KSB Fuxägufer
4KSB Brämabüel
4KSB Usser Isch
6KSB Clavadeler
20PB Güggel
2SL Jatz Junior
Geöffnete Talabfahrten:
offiziell nur Gämpenabfahrt vom Jakobshorn
Gefahrene Kilometer:
Bin nun auch eine Iphone-Tussi und habe mal das SkiTrack-App ausprobiert. Naja, verbraucht massig Akku. Laut App war ich 132km unterwegs.
Anreise:
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Wetter:
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Schnee:
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100PB Gotschnaboden-Gotschnagrat
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
In diesem niederschlagsarmen Dezember waren sinnvolle Tagesziele rar gesät. Mein persönliches Saison-Opening hatte ich hinter mir, wie im Vorjahr startete ich in den Flumserbergen, wo eine Woche zuvor der Kern des Gebiets geradeso geöffnet werden konnte. Nun zog es mich nach Klosters und Davos. Vor ein paar Jahren nahm ich während zweier Stunden bereits ein Auge voll vom Parsenn-Gebiet. Zugebaute Hänge und Kunstschnee-Bahnen sind sonst nicht gerade meine Lieblingsmerkmale, aber man kann ja trotzdem wieder mal hinfahren. Vor allem, wenn man sich hier die Mühe gibt, auch unter der Woche möglichst viel zu öffnen.
Früh genug für die erste Gondel kam ich an der Talstation in Klosters Platz an. Mit der Luftseilbahn geht es in zwei Sektionen ruckzuck hinauf zum Gotschnagrat. Vom Wetter hatte ich mir mehr erhofft, der Himmel war ziemlich bedeckt, das Licht dementsprechend diffus. Geöffnet waren alle wichtigen Anlagen, geschlossen waren leider alle Talabfahrten, die doch einen beträchtlichen Teil des Skigebiets ausmachen und im Falle der verschiedenen Routen weg vom Skigebiet auch ganz nach meinem Geschmack wären.

Blick aufs Madrisa-Gebiet - Schnee ist derzeit Mangelware

und im Süden das Jakobshorn mitsamt Skigebiet

4KSB Gruobenalp

blaue Piste zum Einfahren

Talstation Gruobenalp, im Hintergrund das Weissfluhjoch
Nach Bewältigung der Schiebestrecke vom Gotschnagrat ins Skigebiet fuhr ich mich auf der blauen Piste an der Gruobenalp ein. Keine Frage, Naturschnee hatte es hier kaum. Dennoch war ich positiv überrascht vom Pistenzustand, es war keine glatte Kunstschneebahn sondern eine griffig zu fahrende Piste. Nach 3 Fahrten wählte ich die Cassana Hochroute, um zur Schiferbahn zu kommen. An den Steilhängen war der Schnee sehr knapp, oftmals war die Piste da blankes Eis. Die Abzweigung zur Schiferbahn konnte ich nicht finden, vermutlich war sie noch gar nicht vorbereitet worden. Also Talabfahrt runter nach Klosters. Bis zur Serneuser Schwendi gefiel mir die Trassierung, danach halt meistens ein Weg, immerhin stetiges Gefälle.

Piste hinunter zum Gotschnagrat

Einfahrt in die Casanna-Hochroute

eisiger Steilhang - kaum Schnee an den sonnigen Südhängen gegenüber

ein Blick zurück

Sesselbahn Gruobenalp, dahinter die Lifte rund um Parsennhütte und Weissfluhjoch
So kam ich später als geplant in den Kern des Skigebiets. Auch hier war ich positiv überrascht vom Pistenzustand. Da kaum Leute unterwegs waren, liess sich auf den Pisten sehr zügig fahren. Es war jeweils die Hauptpiste an jedem Lift geöffnet. Parsennfurka und Dorftäli gefielen mir mehr, Hauptertäli und Totalp weniger. Halt alles breite Carving-Autobahnen, wobei die beiden erstgenannten immerhin anständiges Gefälle und einige Übergänge aufweisen.

im Doppelskilift Parsennfurka, später fuhr auch noch der linke Skilift

Bergfahrt auf der Totalp-Sesselbahn

Dorftäli mit der Standseilbahn von Davos

6er-Sessel Parsenn Rapid

Mittelstation Höhenweg mit Standseilbahn

Kurvenskilift Hauptertäli
Oben am Weissfluhjoch begann es stark zu winden, ich befürchtete schon eine Wetterverschlechterung, die dann doch nicht eintreten sollte. Vom Hauptertäli ging es zurück zu den Furka-Skiliften. Zusammen mit dem kurzen Skilift Kreuzweg bilden sie eine Art "Mini-Skischaukel". Wäre die Sicht besser gewesen, hätte es mir hier gut gefallen, vielleicht abgesehen von der Station Parsennhütte, wo einfach zuviel gebaut wurde für meinen Geschmack.

ehemalige Station der Verbindungsbahn vom Strelagebiet, beispielhaft für die allgegenwärtige Werbung

Weissfluhjoch mit all seinen Seilbahnen

Skilift Kreuzweg und Schifer-Bahn
Um 12 Uhr kam ich dann doch noch dazu, zur Schiferbahn zu fahren. Die Piste vom Weissfluhjoch der Gondelbahn entlang ist aussergewöhnlich lang. Sind es im oberen Teil noch meistens flache Passagen, die mit Schuss zu fahren sind, wird die Piste allmählich steiler und welliger. Nach der Mittelstation Obersäss ist es dann eine abwechlungsreiche Waldabfahrt, nett trassiert mit Kuppen und Kurven. Die Distanz zu den anderen Anlagen ist so gross, dass man hier gefühlt in einem anderen Skigebiet ist. Sowieso ist die Abfahrt mit ihrer Länge aussergewöhnlich, man fährt und fährt und fährt, ohne dass die Piste ein Ende nimmt.

ewig lange Gondelbahn, Baujahr 1987

mehr als 5 Kilometer lang

Restaurants kurz vor der Talstation
Zum Schluss gings vom Weissfluhjoch hinunter nach Davos. Die schwarze Talabfahrt war für die Weihnachtszeit bereits vorbereitet, aber noch nicht offiziell geöffnet. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Steilhänge sehr hart, aber doch noch akzeptabel zu fahren. Der allerletzte Hang war noch grün, musste man halt kurz runterlaufen. Who cares. Nun war es bereits halb zwei, Zeit für einen Abstecher zum Jakobshorn.

auf der Talabfahrt nach Davos
Ich hätte es durchaus auch den ganzen Tag im Parsenn-Gebiet ausgehalten, denn der Pistenzustand war in der Tat erfreulich. Wie schon beim ersten Besuch bei gänzlich anderen Bedingungen gefiel mir die Schiferbahn am besten, solch lange Beschäftigungsanlagen findet man sonst selten. Problematisch sind halt die riesigen Stationskomplexe und die omnipräsente Werbung, aber ansonsten ist der Parsenn ein nettes, klassisches Skigebiet mit ordentlich Ausdehnung.
Der Ortsbus stellte für mich dann die Verbindung von der Talstation Parsennbahn zur Talstation Jakobshorn her. Jakobshorn - der Davoser Berg fürs Partyvolk und für die Freestyler. Das war auch sofort an der Talstation zu spüren: Leute, bei denen der Après-Ski Tags zuvor etwas länger dauerte, und vor allem Leute, die sich offenbar selber gerne reden hören. Nun ja, ich sah ja schon morgens, dass es am Jakobshorn genügend Schnee hatte, und dass fast alles offen war. Dazu konnte ich damit auch wieder mal ein neues Skigebiet kennenlernen.
Zwei Zubringer gibts: die Luftseilbahnkette zum Jakobshorn und die 2er-Sesselbahn Fuxägufer. Ich wählte die Luftseilbahn zur Ischalp. Oberhalb der Baumgrenze wird das Skigebiet hauptsächlich von vier Sesselbahnen erschlossen. Alle mehr oder weniger am selben Hang, und dem Kundensegment entsprechend mit Namen wie "Bubble", "Jet" oder "Express". Zunächst fuhr ich vier mal an der Sesselbahn Brämabüel. Ihre schwarze (Kunstschnee-)Piste gefiel mir auf Anhieb. Steile Hänge, die dennoch zügig zu fahren waren. Wenig überrascht war ich, dass sich hier die Grossmäuler von der Talstation mehr schlecht als recht herunterquälten.

auf der steilen 4KSB Brämabüel, ersetzte 2011 einen Skilift

Starthang der schwarzen Piste, im Hintergrund der Davosersee und das Parsenngebiet

auch hier: massenhaft Schneekanonen

Traverse unter dem Jakobshorn

Rennstrecken am Usser Isch
Genauso steil ist auch die zentrale, etwas kürzere Sesselbahn Usser Isch. Links und rechts gabs tolle Steilhänge. Hier waren die Schneeverhältnisse wirklich gut. Mittlerweile war das Wetter richtig schön geworden, und das Jakobshorn lag mit seinen Nordwesthängen voll und ganz in der schwachen Nachmittagssonne, während der Parsenn bereits im Schatten war. Also alles richtig gemacht. Eins weiter rechts kommt die Clavadeler Sesselbahn, deren Strecke eher flacher und seitlich abfallend ist. Mit ihr kommt man rauf zur Jatzhütte, direkt unterhalb des Jakobshorns.

Bergstation Brämabüel. Sessellift macht 550 Höhenmeter auf 1500m Strecke

Sesselbahn Usser Isch, ebenfalls recht steil

das ganze Arsenal: Turmkanone und Speicherteich, dazu die Jakobshornbahn

knackige Pisten am Usser Isch

schwarze Piste, hoch über dem Landwassertal

Blick rüber zur geschlossenen Jatz-Sesselbahn

Funpark, frisch geöffnet
Nach kurzer Wartezeit gings mit der kurzen, einspurigen "Güggelbahn" hinauf auf den Gipfel. Dies, weil auch die steile Nordabfahrt geöffnet war. Ein kurzes, ausgesetztes Wegstück, dann rechts denn unpräparierten Steilhang hinunter. Wenn auch nicht besonders lang, ist es doch eine richtige Gipfelabfahrt, die dem Parsenngebiet etwas fehlt. Bald schon war es vier Uhr. Bevor der Betriebsschluss mit Sirenengehäule angekündigt wurde, reichte die Zeit noch für zwei Fahrten am Usser Isch und eine Fahrt am Clavadeler.

Güggelbahn hinauf zum Jakobshorn

Jakobshorn, 2590 m.ü.M.

Sesselbahn Usser Isch bei mittlerweile blauem Himmel

nebenan die Bergstation der Zubringerbahn Fuxägufer

auf der etwas flacheren 6KSB Clavadeler
Den abendlichen Sonneuntergang zu erleben ist für mich etwas vom Schönsten in den Bergen. So auch diesmal - gerade auch, weil ich das morgens, beim bedeckten Himmel, gar nicht erwartet hatte. Schliesslich fuhr ich noch mit der Gampen-Abfahrt die einzige geöffnete Talabfahrt hinunter nach Davos, wo ich recht müde ankam, exakt 8 Stunden nach der ersten morgentdichen Bergfahrt am Morgen.

typisch Dezember: tiefer Sonnenstand

Piste Clavadeler in der Abenddämmerung

bereits ist Betriebsschluss

Sonnenuntergang

Luftseilbahn Davos-Ischalp
Logisch, die kurze Zeit am Jakobshorn reichte nicht, um mit allen Anlagen zu fahren, dafür konnte ich fast alle geöffneten Pisten kennenlernen, und das waren ja die meisten. Ehrlich gesagt hatte ich bescheidene Erwartungen ans Jakobshorn, doch die wurden, abgesehen vom "Industrie-Skigebiet-Charakter" mit den ständig präsenten Schneekanonen, übertroffen. Die knackigen, sportlich-steilen Pisten gefielen mir. Und in den zweieinhalb Stunden fiel es nicht ins Gewicht, dass alles am selben Hang mit derselben Ausrichtung steht. Das ist der Vorteil von Davos: fünf verschiedene Skiberge, die sich gut ergänzen.
Früh genug für die erste Gondel kam ich an der Talstation in Klosters Platz an. Mit der Luftseilbahn geht es in zwei Sektionen ruckzuck hinauf zum Gotschnagrat. Vom Wetter hatte ich mir mehr erhofft, der Himmel war ziemlich bedeckt, das Licht dementsprechend diffus. Geöffnet waren alle wichtigen Anlagen, geschlossen waren leider alle Talabfahrten, die doch einen beträchtlichen Teil des Skigebiets ausmachen und im Falle der verschiedenen Routen weg vom Skigebiet auch ganz nach meinem Geschmack wären.
Blick aufs Madrisa-Gebiet - Schnee ist derzeit Mangelware
und im Süden das Jakobshorn mitsamt Skigebiet
4KSB Gruobenalp
blaue Piste zum Einfahren
Talstation Gruobenalp, im Hintergrund das Weissfluhjoch
Nach Bewältigung der Schiebestrecke vom Gotschnagrat ins Skigebiet fuhr ich mich auf der blauen Piste an der Gruobenalp ein. Keine Frage, Naturschnee hatte es hier kaum. Dennoch war ich positiv überrascht vom Pistenzustand, es war keine glatte Kunstschneebahn sondern eine griffig zu fahrende Piste. Nach 3 Fahrten wählte ich die Cassana Hochroute, um zur Schiferbahn zu kommen. An den Steilhängen war der Schnee sehr knapp, oftmals war die Piste da blankes Eis. Die Abzweigung zur Schiferbahn konnte ich nicht finden, vermutlich war sie noch gar nicht vorbereitet worden. Also Talabfahrt runter nach Klosters. Bis zur Serneuser Schwendi gefiel mir die Trassierung, danach halt meistens ein Weg, immerhin stetiges Gefälle.
Piste hinunter zum Gotschnagrat
Einfahrt in die Casanna-Hochroute
eisiger Steilhang - kaum Schnee an den sonnigen Südhängen gegenüber
ein Blick zurück
Sesselbahn Gruobenalp, dahinter die Lifte rund um Parsennhütte und Weissfluhjoch
So kam ich später als geplant in den Kern des Skigebiets. Auch hier war ich positiv überrascht vom Pistenzustand. Da kaum Leute unterwegs waren, liess sich auf den Pisten sehr zügig fahren. Es war jeweils die Hauptpiste an jedem Lift geöffnet. Parsennfurka und Dorftäli gefielen mir mehr, Hauptertäli und Totalp weniger. Halt alles breite Carving-Autobahnen, wobei die beiden erstgenannten immerhin anständiges Gefälle und einige Übergänge aufweisen.
im Doppelskilift Parsennfurka, später fuhr auch noch der linke Skilift
Bergfahrt auf der Totalp-Sesselbahn
Dorftäli mit der Standseilbahn von Davos
6er-Sessel Parsenn Rapid
Mittelstation Höhenweg mit Standseilbahn
Kurvenskilift Hauptertäli
Oben am Weissfluhjoch begann es stark zu winden, ich befürchtete schon eine Wetterverschlechterung, die dann doch nicht eintreten sollte. Vom Hauptertäli ging es zurück zu den Furka-Skiliften. Zusammen mit dem kurzen Skilift Kreuzweg bilden sie eine Art "Mini-Skischaukel". Wäre die Sicht besser gewesen, hätte es mir hier gut gefallen, vielleicht abgesehen von der Station Parsennhütte, wo einfach zuviel gebaut wurde für meinen Geschmack.
ehemalige Station der Verbindungsbahn vom Strelagebiet, beispielhaft für die allgegenwärtige Werbung
Weissfluhjoch mit all seinen Seilbahnen
Skilift Kreuzweg und Schifer-Bahn
Um 12 Uhr kam ich dann doch noch dazu, zur Schiferbahn zu fahren. Die Piste vom Weissfluhjoch der Gondelbahn entlang ist aussergewöhnlich lang. Sind es im oberen Teil noch meistens flache Passagen, die mit Schuss zu fahren sind, wird die Piste allmählich steiler und welliger. Nach der Mittelstation Obersäss ist es dann eine abwechlungsreiche Waldabfahrt, nett trassiert mit Kuppen und Kurven. Die Distanz zu den anderen Anlagen ist so gross, dass man hier gefühlt in einem anderen Skigebiet ist. Sowieso ist die Abfahrt mit ihrer Länge aussergewöhnlich, man fährt und fährt und fährt, ohne dass die Piste ein Ende nimmt.
ewig lange Gondelbahn, Baujahr 1987
mehr als 5 Kilometer lang
Restaurants kurz vor der Talstation
Zum Schluss gings vom Weissfluhjoch hinunter nach Davos. Die schwarze Talabfahrt war für die Weihnachtszeit bereits vorbereitet, aber noch nicht offiziell geöffnet. Wie nicht anders zu erwarten, waren die Steilhänge sehr hart, aber doch noch akzeptabel zu fahren. Der allerletzte Hang war noch grün, musste man halt kurz runterlaufen. Who cares. Nun war es bereits halb zwei, Zeit für einen Abstecher zum Jakobshorn.
auf der Talabfahrt nach Davos
Ich hätte es durchaus auch den ganzen Tag im Parsenn-Gebiet ausgehalten, denn der Pistenzustand war in der Tat erfreulich. Wie schon beim ersten Besuch bei gänzlich anderen Bedingungen gefiel mir die Schiferbahn am besten, solch lange Beschäftigungsanlagen findet man sonst selten. Problematisch sind halt die riesigen Stationskomplexe und die omnipräsente Werbung, aber ansonsten ist der Parsenn ein nettes, klassisches Skigebiet mit ordentlich Ausdehnung.
Der Ortsbus stellte für mich dann die Verbindung von der Talstation Parsennbahn zur Talstation Jakobshorn her. Jakobshorn - der Davoser Berg fürs Partyvolk und für die Freestyler. Das war auch sofort an der Talstation zu spüren: Leute, bei denen der Après-Ski Tags zuvor etwas länger dauerte, und vor allem Leute, die sich offenbar selber gerne reden hören. Nun ja, ich sah ja schon morgens, dass es am Jakobshorn genügend Schnee hatte, und dass fast alles offen war. Dazu konnte ich damit auch wieder mal ein neues Skigebiet kennenlernen.
Zwei Zubringer gibts: die Luftseilbahnkette zum Jakobshorn und die 2er-Sesselbahn Fuxägufer. Ich wählte die Luftseilbahn zur Ischalp. Oberhalb der Baumgrenze wird das Skigebiet hauptsächlich von vier Sesselbahnen erschlossen. Alle mehr oder weniger am selben Hang, und dem Kundensegment entsprechend mit Namen wie "Bubble", "Jet" oder "Express". Zunächst fuhr ich vier mal an der Sesselbahn Brämabüel. Ihre schwarze (Kunstschnee-)Piste gefiel mir auf Anhieb. Steile Hänge, die dennoch zügig zu fahren waren. Wenig überrascht war ich, dass sich hier die Grossmäuler von der Talstation mehr schlecht als recht herunterquälten.
auf der steilen 4KSB Brämabüel, ersetzte 2011 einen Skilift
Starthang der schwarzen Piste, im Hintergrund der Davosersee und das Parsenngebiet
auch hier: massenhaft Schneekanonen
Traverse unter dem Jakobshorn
Rennstrecken am Usser Isch
Genauso steil ist auch die zentrale, etwas kürzere Sesselbahn Usser Isch. Links und rechts gabs tolle Steilhänge. Hier waren die Schneeverhältnisse wirklich gut. Mittlerweile war das Wetter richtig schön geworden, und das Jakobshorn lag mit seinen Nordwesthängen voll und ganz in der schwachen Nachmittagssonne, während der Parsenn bereits im Schatten war. Also alles richtig gemacht. Eins weiter rechts kommt die Clavadeler Sesselbahn, deren Strecke eher flacher und seitlich abfallend ist. Mit ihr kommt man rauf zur Jatzhütte, direkt unterhalb des Jakobshorns.
Bergstation Brämabüel. Sessellift macht 550 Höhenmeter auf 1500m Strecke
Sesselbahn Usser Isch, ebenfalls recht steil
das ganze Arsenal: Turmkanone und Speicherteich, dazu die Jakobshornbahn
knackige Pisten am Usser Isch
schwarze Piste, hoch über dem Landwassertal
Blick rüber zur geschlossenen Jatz-Sesselbahn
Funpark, frisch geöffnet
Nach kurzer Wartezeit gings mit der kurzen, einspurigen "Güggelbahn" hinauf auf den Gipfel. Dies, weil auch die steile Nordabfahrt geöffnet war. Ein kurzes, ausgesetztes Wegstück, dann rechts denn unpräparierten Steilhang hinunter. Wenn auch nicht besonders lang, ist es doch eine richtige Gipfelabfahrt, die dem Parsenngebiet etwas fehlt. Bald schon war es vier Uhr. Bevor der Betriebsschluss mit Sirenengehäule angekündigt wurde, reichte die Zeit noch für zwei Fahrten am Usser Isch und eine Fahrt am Clavadeler.
Güggelbahn hinauf zum Jakobshorn
Jakobshorn, 2590 m.ü.M.
Sesselbahn Usser Isch bei mittlerweile blauem Himmel
nebenan die Bergstation der Zubringerbahn Fuxägufer
auf der etwas flacheren 6KSB Clavadeler
Den abendlichen Sonneuntergang zu erleben ist für mich etwas vom Schönsten in den Bergen. So auch diesmal - gerade auch, weil ich das morgens, beim bedeckten Himmel, gar nicht erwartet hatte. Schliesslich fuhr ich noch mit der Gampen-Abfahrt die einzige geöffnete Talabfahrt hinunter nach Davos, wo ich recht müde ankam, exakt 8 Stunden nach der ersten morgentdichen Bergfahrt am Morgen.
typisch Dezember: tiefer Sonnenstand
Piste Clavadeler in der Abenddämmerung
bereits ist Betriebsschluss
Sonnenuntergang
Luftseilbahn Davos-Ischalp
Logisch, die kurze Zeit am Jakobshorn reichte nicht, um mit allen Anlagen zu fahren, dafür konnte ich fast alle geöffneten Pisten kennenlernen, und das waren ja die meisten. Ehrlich gesagt hatte ich bescheidene Erwartungen ans Jakobshorn, doch die wurden, abgesehen vom "Industrie-Skigebiet-Charakter" mit den ständig präsenten Schneekanonen, übertroffen. Die knackigen, sportlich-steilen Pisten gefielen mir. Und in den zweieinhalb Stunden fiel es nicht ins Gewicht, dass alles am selben Hang mit derselben Ausrichtung steht. Das ist der Vorteil von Davos: fünf verschiedene Skiberge, die sich gut ergänzen.
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
Da sieht man doch ganz gut das der Schnee um einiges zusammengesackt ist im letzten Monat.
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Vincent
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
Bei den Beschreibungen freu ich mich ja richtig auf Sonntag! Endlich wieder Skifahren
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
Danke für den Bericht.
War die Piste nach Klosters offiziell geöffnet, weil auf der Webseite ist sie als geschlossen markiert? Hatte sie genug Schnee?
Würdest du zur Zeit eher Parsenn oder Jakobshorn empfehlen?
Und noch eine Frage: Gibt es überhaupt Tageskarten, mit denen man in Parsenn und Jakobshorn fahren kann? Laut Webseite gibt's den Regionalpass erst ab zwei Tagen.
War die Piste nach Klosters offiziell geöffnet, weil auf der Webseite ist sie als geschlossen markiert? Hatte sie genug Schnee?
Würdest du zur Zeit eher Parsenn oder Jakobshorn empfehlen?
Und noch eine Frage: Gibt es überhaupt Tageskarten, mit denen man in Parsenn und Jakobshorn fahren kann? Laut Webseite gibt's den Regionalpass erst ab zwei Tagen.
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Vincent
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
Du kannst ne Karte wählen für alle Skigebiete zusammen (außer Schatzalp)
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
Laut Website war nur die Hochroute Casanna geöffnet, ich dachte bis zur Talstation Schifer. Da ich die Abzweigung nicht präpariert wurde, blieb mir halt nichts anderes übrig, als nach Klosters zu fahren. Der beschneite Teil unten war sehr griffig und in sehr gutem Zustand. An den steileren Hänge oben war der Schnee knapp, oftmals blankes Eis. Alleine runterfahren ging gut, mitten in einer Horde wärs ziemlich kritisch. Vielleicht ist die Talabfahrt darum nicht offziell geöffnet.RogerWilco hat geschrieben:War die Piste nach Klosters offiziell geöffnet, weil auf der Webseite ist sie als geschlossen markiert? Hatte sie genug Schnee?
Wegen den Schneeverhältnissen eher Jakobshorn. Aber wie schon geschrieben, bei beiden Gebieten war ich positiv überrascht vom Pistenzustand, deutlich besser als etwa in den Flumserbergen.RogerWilco hat geschrieben:Würdest du zur Zeit eher Parsenn oder Jakobshorn empfehlen?
- RogerWilco
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Re: Davos Parsenn und Jakobshorn | 18.12.2013 | Auf Kunstsch
Über die Webseite gibt es wohl den Regionalpass nicht. So habe ich mich für Parsenn mit 30% Rabatt entschieden. War recht gut, wenn auch ziemlich voll. Die Verbindung von der Hochroute nach Schifers kann man leicht übersehen und war auch nicht geöffnet (ein kleines Stück fast schneefrei), man kam aber durch. Wäre sinnvoll, wenn es oben beim Gotschnagrat angeschrieben gewesen wäre, so sind sehr viele Leute zur Talabfahrt gezwungen gewesen.
Ich habe die Abfahrt nach Klosters (die im Skigebiet offiziell als geöffnet gekennzeichnet ist) erst am Abend genommen. War schon spät, deshalb leer und ganz gut zu fahren.

War übrigens um 8:00 in der ersten Gondel und erst um 17:00 wieder am Auto...
Ich habe die Abfahrt nach Klosters (die im Skigebiet offiziell als geöffnet gekennzeichnet ist) erst am Abend genommen. War schon spät, deshalb leer und ganz gut zu fahren.
War übrigens um 8:00 in der ersten Gondel und erst um 17:00 wieder am Auto...