Gestern ging es für einen Tagesausflug auf die Zugspitze. Mit der TSC kann man ja am Gipfel bei der BZB ein Ticket für das Platt für 20,50€ erwerben. Die Berg- und Talfahrt mit der Tiroler Zugspitzbahn ist bei der TSC dabei. Die Wahl fiel auf die Zugspitze, weil das das Gebiet ist, dass zur Zeit recht schnell erreichbar ist und hoch gelegen ist und dazu noch so halbwegs bei der TSC dabei ist. Einen fatalen Fehler haben wir aber begangen. Wir haben nicht daran gedacht, dass die Osterferien anfangen. Für uns war das nur irgend ein normaler Samstag im Frühjahr, wo auf der Fernpassstrecke nicht all zu viel los sein sollte. Das war einfach nicht weit genug gedacht, aber Fehler passieren und so ist es nunmal. So standen wir bereits vor dem Tunnel Füssen 1h wegen Blockabfertigung und dann auf der Fernpassstraße ging es auch nicht viel besser weiter. So waren wir halt leider mit ca. 2h Verspätung an der Talstation in Ehrwald und konnten erst die Bahn um 10:20Uhr nehmen. Das ist echt schade, weil die Pisten in der Früh auf der Zugspitze oben sicher sehr gut gewesen wären. So waren sie halt schon leicht zerfahren und weicher, als wir oben ankamen. Für uns war es der Erstbesuch im Skigebiet Zugspitze. Da ich im Sommer schonmal oben war, wusste ich, dass die Landschaft überragend ist, aber das Skigebiet war noch ein grauer Fleck. Das Skigebiet ist in der Nachbetrachtung klein und nicht besonders spannend. Für einen Tag ist es aber ok. Es fehlt einfach etwas Abwechslung, es fehlt zumindest ein etwas anspruchsvollerer Hang. Aber nun, bei so einem Kaiserwetter wie gestern hat man so halt mehr Zeit den Blick etwas schweifen zu lassen.
Der Schnee war insgesamt recht weich, aber auch nicht total sulzig. Da am Vormittag noch recht viel los war, waren die Pisten natürlich etwas zerfahren zum Ende hin, aber wirkliche Buckel gab es eigentlich keine. Sehr negativ ist mir aufgefallen, dass die Abfahrten auf dem Platt allesamt sehr schmal sind. Wie das funktionieren soll, wenn z.B. die 6KSB Wetterwandeck voll läuft kann ich mir nicht vorstellen.
Das Wetter muss ich nicht groß beschreiben - Kaiserwetter!
Im gesamten Gebiet waren die Bullys damit beschäftigt Depots anzulegen. Scheinbar haben sie aus den missglückten Saisonstarts der letzten Jahre gelernt und versuchen so die nicht vorhandene Beschneiung auszugleichen. Apropos Beschneiung: Den Unterschied zwischen Natur- und Kunstschnee hat man gestern meiner Meinung nach sehr deutlich gespürt. Es war mal wieder schön nur auf Naturschnee zu fahren, und das Anfang April.
Weil der Einstieg über Ehrwald stattfand, habe ich das Topic in den Österreich-Bereich gepackt.
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Bilder:

Morgendlicher Blick vom Zugspitzgipfel. Solche Ausblicke faszinieren mich jedes Mal, auch wenn ich sie auf Grund meiner vielen Skitage recht häufig habe

Nochmal ein Ausblick vom Gipfel

Schon ein ziemlich gewaltiger Ausblick

Blick auf den Eibsee, dessen Farbe immer unglaublich blau schimmert

So muss Wetter und Ausblick sein

Blick über die Trasse der Gletscherbahn ins Skigebiet auf dem Zugspitzplatt

Der SL Schneeferner. Der wird wegen des Gletscherrückgangs auch nicht mehr ewig in dieser Form erhalten bleiben können

Blick auf das Platt

In der 6KSB Wetterwandeck. Die Pisten finde ich schon sehr schmal

Abfahrt vom Wetterwandeck ins Brunntal. Eine nette Abfahrt, aber nicht sonderlich anspruchsvoll

Abfahrt ins Brunntal

Talstation Brunntal

Rückblick Brunntal. Für die schmalen Pisten war eigentlich zu viel los

Blick auf die Talstationen Wetterwandeck und Sonnenkar

Abfahrt am Sonnenkar. Die Abfahrten hier sind die anspruchsvollsten im Gebiet und auch insgesamt etwas breiter geraten

Am SL Weißes Tal, der m.E. schöne Pisten erschließt

Blick vom Weißen Tal zum Wetterwandeck

Abfahrt auf dem Schneeferner. Da muss man ja quasi Schuss fahren, um wieder zum Lift zu kommen

Sessel Wetterwandeck

Blick vom Sonnalpin ins Gebiet

Müsste der Patscherkofel sein

Und die Talabfahrt nach Götzens

Blick zur Bergstation Wetterwandeck

Sonnenkar-Hang
Daten:
Dauer: 6h32min
Pistenkm: 35,01km
Höhenmeter: 8.615hm
Vmax: 98km/h
Vavg: 24km/h
Fazit:
Die Anreise war leider ein Graus und so konnte man die am Morgen wohl sehr guten Pisten auf der Zugspitze nicht genießen. So wurde es dann aber halt ein recht entspannter Tag, wo der Fokus nicht so richtig auf dem Skifahren, sondern auf der Landschaft lag. Im Skigebiet selbst wird es einem nämlich recht schnell langweilig, da es nur wenig Abwechslung bietet. Auch sind die Pisten für meinen Geschmack zu schmal. Dennoch hat sich der Tag gelohnt