Schlussendlich gings mit leichter Verspätung los und bei Eschenlohe gabs auch noch den bekannten Stau, sodass wir erst gegen 11:30 in Lermoos ankamen. Wir hatten uns nämlich für ein uns noch nicht bekanntes Skigebiet der Tiroler Zugspitzregion entschieden, da diese Region gut auf dem Weg zu unserer Unterkunft in Elmen liegt. Mein Papa ist an dem Tag noch nicht Ski gefahren, das war ihm aber ganz Recht: so konnte er im Auto noch bisschen pennen und dann die örtliche Gastronomie genießen.
Mit einem 11h-Pass gings dann für uns auf den Grubigstein. Von ganz oben hat man einen tollen Blick auf die Schokoladenseite der Zugspitze (muss ich selbst als Deutscher leider zugeben).

Ebenfalls zu erkennen sind die Skigebiete Wettersteinbahnen und Ehrwalder Alm. Und weils so schön ist nochmal ein Blick zur Zugspitze und zu den Wettersteinbahnen.

Auch sah man gut nach Biberwier zum Marienbergjoch rüber.

Oben wars schon ein bisschen ausgebuckelt.

Das Pistenfahren gefiel uns aber am Grubigstein überhaupt nicht, obwohl die Abfahrten an sich schon ganz OK trassiert sind. Ich weiß nicht, was dort genau los war, aber entweder wurde schlecht präpariert, gar nicht präpariert oder mal beschneit als es eigentlich zu warm war. Leider traf ich am Grubigstein echt die am merkwürdigsten und schlechtesten zu fahrenden Pisten seit langem. Deshalb rief ich nach 1,5h meinen Papa an, ob er uns vielleicht ans Marienbergjoch rüber fahren könnte, was natürlich kein Problem war. Immerhin konnte ich so auch das letzte mir noch fehlende Skigebiet der Region (mit Ausnahme von Einzelliften) kennen lernen.
Aber landschaftlich wars echt toll am Grubigstein wegen der unheimlich vielen Senken und Kuppen. Und sobald man auf ne Skiroute oder einfach offpiste fuhr waren die Verhältnisse durchaus ganz gut. Besonders nett war es in der Nähe des Gams-Jets sich eine Route durch das immer nicht weit einsehbare Gelände zu suchen.


Weiter unten musste man dann noch nen umgekippten Baum umfahren, sehr schön!

Gegen 14:30 waren wir dann am Marienbergjoch angekommen, wo glücklicherweise derselbe Skipass galt. Und ich kanns gleich vorweg nehmen: es war ein echter Glücksgriff dorthin zu fahren. Der Schnee war deutlich besser, es war relativ wenig los und vor allem ist das Skigebiet deutlich weitläufiger als der Pistenplan zunächst erahnen lässt. Es ließe sich zwar auch mit weniger Liften erschließen, aber so wie das Skigebiet aktuell erschlossen ist (unten eine 6-CLD/B, im Anschluss eine DSB und ein kürzerer 2-SL, und ganz oben noch zwei 2-SL als eine Art Skischaukel) find ichs gar nicht so schlecht, schön gemütlich.
Der Almlift liegt praktisch schon auf der Rückseite und erschließt zwei schöne Südhänge, die geographisch wohl schon zu Obsteig gehören. Somit verlässt man hier auf Skiern das Außerfern.




Bisserl braun war es allerdings schon. Und wenn die Stromleitung hier nicht omnipräsent wäre, wären die Blicke auch noch etwas schöner, aber man nicht alles haben.
Auch der Jochlift erschließt eine nette Piste, die Talstation liegt allerdings in einer kleinen Senke, d.h. man kann diese Piste nur bequem fahren solange der Lift noch läuft außer man schiebt gerne.

Fährt man regulär ins Tal zurück kommt man an einer alten Liftstation, dem Gipfelhaus vorbei. Hier endete wohl mal ein ellenlanger Schlepper, der Vorgänger der DSB von 1984/88, die allerdings nicht so weit hoch geht. Wenn ich richtig kombiniere existiert der Schlepper auch noch, aber verkürzt, in etwa halb so lang wie die DSB.

Dieser Weg zurück ins Tal ist auch eher flach, aber schon nett.


Auch der ganz untere Hang ist sehr flach, sind wir aber trotzdem ein paar Mal gefahren, so n Sechsersessel ist halt auch mal bequem zwischendurch.

Das ist die Talstation des oben genannten, verkürzten Schleppliftes, ist sicher mal umgebaut worden.

Aur der Strecke sieht man aber schon, dass der Lift eher alt ist.

Liebe > Hass an der recht großen Talstation der DSB – vor 30 Jahren hat man halt noch etwas umfangreicher gebaut, mir gefällts.

Eine breite Piste wird von der DSB erschlossen.

Gegen Ende gings nochmal ganz hoch. Die Umlenkrolle des Jochliftes liegt etwas versteckt oberhalb des Ausstiegs

Jene des Almliftes ist da schon prominenter.

An diesem Tag fuhren wir auch nicht bis Ultimo. Es war zwar ein schöner Tag, aber wir fröstelten Beide und wir wollten meinen Papa halt auch nicht ewig warten lassen. Dementsprechend kamen wir gegen 17:30 nach einer landschaftlich tollen Fahrt über Berwang und Namlos in Elmen an, wo wir meine Schwester mit Familie sowie Flos Onkel an diesem Abend noch trafen.
Weiter gehts dann mit einem zusammenfassenden Bericht von 6 Tagen in Warth und in Ski Arlberg, dafür gibts aber beizeiten einen eigenen Beitrag. Für den letzten (leider ungeplant nur halben) Tag, den wir in Berwang verbrachten, komm ich dann aber nochmal hierher zurück.















