Wetter: Strahlblauer Himmel - Kaiserwetter, Temperaturen um den Gefrierpunkt
Schneelage: Pulverschnee und Firn im dreistelligen cm Bereich
Pistenzustand: pulvrig-griffig, Nachmittags teils etwas schwerer
Wartezeiten: von nix bis zu 3min
Pistenplan
Geöffnete/geschlossene Anlagen/Pisten:
4KSB Uga, DSB Hohes Licht, DSB Sunnegg, 6KSB Hasenbühl, DSB Oberdamüls, DSB Walisgaden, 4SB Furka, 6KSB Elsenkopf, 6KSB Hohe Wacht, 1SL Sunnegg, 6KSB Ragaz, DSL Rossstelle, 8EUB Gipfelbahn, 6KSB Wildgunten, 6KSB Suttis, 4EUB Mellaubahn, 2SL Kitzebühel (erst ab 13Uhr geöffnet)
Gefallen:weitläufiges, abwechslungsreiches Skigebiet mit sehr individuellem Charakter, netter Anlagenmix (alt vs. modern) ohne dabei industriell zu wirken
Nicht Gefallen: Talabfahrt nach Mellau, im Vergleich zu den Vortagen ziemlich “voll”
[n]: Nachdem an den Vortagen eher kleinere und kleinste Skigebiete bzw. Einzellifte auf unserem Zettel standen, war nun das größte Skigebiet des Bregenzerwaldes fällig - der Liftverbund Mellau-Damüls.
Nach der Überquerung des Faschinajochs wartet das kleine, aber irgendwie gemütlich wirkende Dörfchen Damüls auf rund 1500m - unser Einstiegspunkt. Aufgrund der Talhöhe entfallen von hier aus praktisch jegliche Zubringeranlagen, somit beginnt das eigentliche Skigebiet direkt am Talboden - auch nicht alltäglich für ein Wintersportzentrum dieser Größe.
Das Wintersportgebiet wirkt auf den ersten Blick recht interessant und das ist es auch. Schon rein optisch (das Auge fährt immer mit und ist vergleichsweise schnell zu begeistern) bin ich in vergleichbaren Gebieten noch nie unterwegs gewesen. Wuchtige Grasberge, teils mit Bauminseln durchsetzt, gekrönt von eher niedrigen Felskronen - macht schon was her. Dazu wirkt die Erschließung sehr unaufdringlich. Vergleichsweise wenige Liftanlagen (für die Größe des Gebietes) erschließen eine große Anzahl von meist längeren Pisten, die sich gut ins Gelände einfügen und daher eine sehr abwechslungsreiche Topographie aufweisen. Das praktisch alle Skirouten gewalzt werden - und das auf großer Breite, habe ich so auch noch nicht erlebt.
[Z]: Wie beschrieben mussten wir zunächst in den hinterletzten Winkel des Tales fahren, um zum Skigebiet zu gelangen. Bei den vielen Kehren und der stetigen Steigung dauerte die Anfahrt doch etwas länger als vermutet. Am ersten Tag kamen wir noch vor dem großen Pulk am Parkplatz an, am zweiten Tag waren wir dann doch ein wenig später dran. Aufgrund der Weitläufigkeit des Gebietes verteilten sich die Leute aber sehr gut, nur an den Hauptanlagen (zB. an der Hasenbühelbahn) gab es kleinere Wartezeiten. Wegen der Weitläufigkeit, aber auch aus finanzieller Sicht, entschieden wir uns für einen 2-Tagespass. Da in diesem auch die Gebiete in Fontanella und Sonntag-Stein inbegriffen sind, war es eine gute und faire Sache.
A: Oberdamüls
[n]: Rauf gehts erstmal in Richtung Damüls, also in Richtung Westen. Hier die DSB Sunnegg, die mehrere steile und sehr steile, aber attraktive Skirouten, hier selbstverständlich präpariert, erschließt. Die DSB ist zwar recht lang, dürfte aber vor allem Aufgrund der recht selektiven Pisten eigentlich erstmal nicht akut ersatzgefährdet sein. Überhaupt finden sich im Westen nur fixgeklemmte Lifte, was ansich eigentlich völlig ausreichend sein dürfte.
Tja aber wie ich inzwischen gelesen hab ist die DSB nächster Ersatzkandidat, 6KSB - ob das wirklich sein muss?
[Z]: Blick zurück: hinten startet die kurze DSB Walisgaden und rechts der Übungslift Sunnegg, einer der wenigen Schlepplifte im Gebiet.
[Z]: Bergstation DSB Sunnegg
[Z]: Blick von dort in den gegenüberliegenden Teil des Gebietes: ganz rechts verläuft die Ugabahn, in mittig-rechts die DSB Walisgaden und mittig links die Hasenbühelbahn.
[n]: Blick auf die zahlreichen Varianten an der DSB Sunnegg von der gegenüberliegenden Talseite aus gesehen. Obwohl wir unbedingt die durchgehende Direktabfahrt fahren wollten, haben wir es irgendwie verplant und sind immer auf einer anderen Variante gelandet. Rechts im Vordergrund die eher kurze DSB Walisgaden, oben links auf dem Grat die DSB Oberdamüls.
[n]: Geländekammer am äußersten Westrand des Damülser Skigebietes rund um die 4SB Furka. Hier befinden sich praktisch nur südexponierte Hänge, dem Schnee machte es noch nichts.
[n]: Nochmals die Aussicht von der DSB Sunnegg in die Gegenrichtung (Mellau). Im Zentrum 6KSB Hasenbühel mit zahlreichen Abfahrtsvarianten. Dominiert wird das Panorama vom Aufbau der Damülser Mittagsspitze.
[n]: Abfahrten an der DSB Oberdamüls. Die Pistenführung verläuft teils in der nähe des sehr touristisch geprägten Oberdamüls. Bemerkenswert, dass sich hier bis heute eine DSB gehalten hat. Links der Bildmitte: das Faschinajoch.
[n]: Kirche in Oberdamüls. Dahinter die Straße zum Faschinajoch.
[Z]: Zurück am Einstiegspunkt und am kurzen Übungslift Sunnegg, von dessen Bergstation...
[Z]: ... man erneut auf die DSB Sunnegg mittig, Walisgaden rechts und die fette Station der Hasenbühelbahn blickt.
[Z]: DSB Walisgaden, schaut nach Occasion aus?
B: Rund um die Damülser Mittagspitze
[Z]: Mit der langen Hasenbühelbahn geht es Richtung Mittagspitze.
[n]: Blick von der Piste in Richtung Faschinajoch & Glatthorn.
[Z]: Linkerhand ist die neuere Ragazbahn, deren Pisten zwar schön anzuschauen aber irgendwie nicht so schön zu fahren sind.
[Z]: Schauen gut aus, sind aber doch eher ziehweglastig.
[n]: ..oder flach
[n]: Aus dieser Perspektive jedoch flach, haben wir erst später bemerkt. Mich hat außerdem die Sitzheizung gestört. Gibt es eine ist sie überflüssig, hätte man gern eine gibts keine.
[n]: Unterer Ziehweg. Landschaftlich schön, sportlich mau.
[n]: Flachlandpano von der Bergstation Ragaz in Richtung Mellau.
[n]: An der Bergstation gibt es eine nicht im Pistenplan verzeichnete, natürlich präparierte Skiroute.
[Z]: Hinter der Bergstation der Hasenbühelbahn verläuft die nächste DSB Hohes Licht
[n]: gleiches Bild in umgekehrt...
[n]: An der Mittagsspitze fanden sich auch exotische Wintersportler.
[Z]: Hier die DSB in ganzer Pracht
[Z]: Und mit dazugehöriger Bergstation.
[n]: Rückblick in Richtung des Damülser Skigebites. Rechts oben 6KSB Ragaz.
[Z]: Talstation Ugabahn, haben wir eigentlich nur am ersten Tag als Zubringer benutzt.
C: Zwischen Damüls & Mellau
[Z]: Als Verbindung nach Mellau sind die beiden 6KSB Elsenkopf und Hohe Wacht zu nutzen.
[n]: Welche Bahn auch immer das ist, schön siehts jedenfalls aus. Wetter war übrigens toll!
[Z]: Elsenkopfbahn
[Z]: Im 'Loch' bei den beiden Talstationen.
[Z]: Blick von der Bergstation Hohe Wacht Richtung Damüls.
D: Mellau
[Z]: Gipfelbahn und Pistentunnel auf dem Weg nach Mellau. Hier hat man die Verbindung erzwungen.
[n]: DSL Rossstelle, einziger Schlepplift mit Beschäftigungsfunktion im Gesamten Liftverbund, dazu auch noch ein Engpass. Jeder Gast der von Mellau aus ins Skigebiet kommt, muss diesen nutzen. Möchte nicht wissen, wie es hier morgens aussieht.
[n]: Links Kurzbügel, rechts Teller.
[Z]: Am ersten Tag war die Piste links des DSL wegen eines Rennens gesperrt, am zweiten Tag traute sich dort dann irgendwie niemand runter. Während also noisi rücklings mehrere Genussfluppen rauchte, fegte ich dort ungehindert über die frische Traumpiste
[n]: Am Schleppler kam Z voll auf seine Kosten.
[n]: Unterester Bereich der Gipfelbahn mit Blick ins Tal der Bregenzer Achen bzw. Mellau. Das Mellauer Skigebiet dürfte der Hauptprofiteur der Verbindung sein. Ich persönlich fand den Damülser Teil des Skigebietes wesentlich attraktiver und das sowohl landschaftlich, als auch Pistentechnisch.
[n]: Gipfelbahn in Mellau mit teils ziemlich abenteuerlicher Trassenführung. Dass für die Verbindung der Skigebiete einiges an Erde bewegt werden musste, ist mir während des Besuches überhaupt nicht aufgefallen. Erst beim nachlesen im Forum bin ich auf dieses Thema gestoßen.
[Z]: Über die Wildguntenbahn haben wir dann auch einmal die Talabfahrt nach Mellau probiert.
[n]: Suttisbahn - hier findet man die einzigen schwarzen Pisten im Skigebiet - sollten die Hänge an der DSB Sunnegg mal echte Pisten werden, könnte sich dies ändern.
[Z]: Schaut hier flacher aus, als sie ist. Wirklich viel schieben braucht man nicht, anderswo würde man es als Skigleitweg bezeichnen mit wenigen knackigen Stücken zwischendurch.
[n]: Fand die Abfahrt allerdings trotzdem scheußlich.
[Z]: Dafür kommt man am Ende an der alten 4EUB Roßstelle aus
[n]: Passt aber irgendwie zum ersten Eindruck von Mellau. Scheiß Talabfahrt, hässliche Gebäude.
[Z]: Hauptsache du hast was zu meckern...
[Z]: Bei dem Andrang am Parkplatz möcht ich dort morgens nicht an der Kasse und der Bahn stehen. Mittags war es dann bei uns sehr ruhig
[n]: Warte ab, nächstes Jahr...
[Z]: Von der Bergstation muss man wie erwähnt ein paar Schritte zum DSL aufsteigen, dort dürfte es morgens also auch ordentlich Gedrängel geben.
[n]: Aber nur am Kurzbügler
[Z]: Fazit: Für 2 Tage ein super Gebiet, durch die Möglichkeit auch in Fontanella und Sonntag fahren zu können wird es einem sicher nicht langweilig. Landschaftlich hat es sich natürlich deutlich von den Gebieten der Tage zuvor abgehoben, ebenfalls eine willkommende Abwechslung
[n]: Fazit: Das Skigebiet hat mich insgesamt überzeugt, hier könnte ich es auch länger als 2 Tage aushalten - auch ohne Sonntag und den Springbrunnen am Faschinajoch. Wetter war toll, Schnee super - jedoch leider teils deutlich voller als an den Vortagen. Schleppler hab ich im Gegensatz zu Z nicht vermisst. Mellau-Damüls hat sich im Vergleich zu anderen Skigebieten ähnlicher Größe, seinen Eigenheiten erhalten.
Jetzt bin ich froh diesen Bericht beenden zu können, einen roten Faden hab ich nämlich bis heute nicht gefunden.