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Ende Mai noch Skifahren? Warum denn nicht… Da haben sich in München doch tatsächlich noch zwei Verrückte gefunden – na gut, wir wurden etwas ungläubig am Tag vorher angeschaut – aber egal.
Wir waren beide noch nie am Kaunertaler, daher sind wir vor allem auf die Anfahrt ziemlich gespannt. Und ja, die Autofahrt zieht sich tatsächlich ziemlich lange hin, wobei das Tal eines der schönsten im Tiroler Oberland ist und die Straße durchaus Spaß macht
Schnee liegt soweit auch noch genug, geöffnet sind die beiden Weißseeferner- und Nöderjochlifte. Die Karlesjochbahn ist nur für Fußgänger in Betrieb.
In der Früh sind noch recht viele Rennfahrer unterwegs, ab 11 Uhr aber nichts mehr. Nur am Funparklift (Nöderjoch 1) muss man noch ein bisschen anstehen. Im perfekten Firnfenster zwischen 11 und 12:30 Uhr sind vor allem Nöderjoch 2 und der breite obere Hang am Weißseeferner bis zum Sommereinstieg genial zu fahren. Nach Abzug der Renngruppen sind die Hänge in idealem Zustand, abgesehen von den Wannen bei den Stangen, di e sich aber in Grenzen halten und nicht sonderlich stören. Alles in allem ein sehr guter Saisonabschluss, auch wenn das Wetter nachmittags etwas zugezogen hat.
Das Gebiet ist ansonsten ja bekannt, daher noch einige Fotos.
Rückblick nach Ankunft am Parkplatz auf 2750 m auf die serpentinenreiche Bergstraße.
Ein erster Blick auf den Gletscher morgens. Lecker!
Der Funpark am Nöderjoch 1 taugt laut Mitfahrer einiges. Neben den Rennfahrern machen die Park-Dudes heute den größten Anteil der Besucher hier oben aus.
Nöderjoch 2 im Zoom.
Doch zunächst geht es am Weißseeferner entlang zum Einfahren. Der Schlepper ist mit seinen knapp 2 km Länge recht lang, wird aber gletschertypisch erst im Schlussstück steiler.
Im Rückblick sieht man die Skistation mit Wirtschaft und der Talstation der Karlesjochbahn.
Der Falginlift ist bereits im Sommerschlaf und mit Matten abgedeckt.
Im oberen Teil werden die Weißseefernerlifte immer steiler.
Die Karlesjochbahn hat für den Skibetrieb leider schon geschlossen, es werden nur mehr Fußgänger befördert. Nachdem zwischendurch eh mal Pause gemacht werden muss, habe ich das genutzt, um wenigstens so mal hochzufahren und den (grandiosen) Ausblick über das Joch hinaus nach Westen zu genießen. Tief unten im Tal sieht man die grünen Almwiesen, dahinter spitzt der Reschensee hervor, ganz hinten sind die Gipfel noch schneebedeckt. Man sieht hier u.a. die Silvretta, Piz Buin usw.
Immer wieder reizvoll an solchen Gletschertagen sind die Weiß-Grün-Kontraste.
Hiermit kommen die Ski nun endgültig in den Keller, weiter geht es dann im Herbst. Ein gelungener Saisonabschluss!