St. Anton am Arlberg 30.01.2011

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Stäntn
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St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

St. Anton am Arlberg 30. Januar 2011

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Seitdem ich 16 bin gehts mindestens einmal pro Winter zum Arlberg - 2010 bisher nicht geschafft leider - aber jetzt Ende Januar endlich mal wieder. Zum aufwärmen ja die Tage vorher schon Sölden (http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 46&t=38309) und Gurgl (http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 46&t=38292) unsicher gemacht, jetzt ist die Valluga dran :-)

Anreise: Von Sölden nach St. Anton in einer knappen Stunde

Wetter: Strahlend blauer Himmel (wie immer ;-)) und windstill, gegen Nachmittag dann immer wärmer (man kam ins Schwitzen...)

Pisten und Schnee: Glatter als Gurgl am Freitag, aber besser als Sölden am Samstag, so war Arlberg Ost am Sonntag :-) aber keine Steine und selbst der Eisfall nach Nasserein noch einigermaßen griffig gegen 14 Uhr!

Geöffnete Anlagen: Vollbetrieb - alle Lifte und Pisten und Routen geöffnet. Wobei viele Routen bei so wenig Schnee nicht zu empfehlen sind!

Gefallen:
- Mythos Arlberg
- Anlagenmix alt und neu (Rendl etc.)
- wenig los für Sonntag (keine Wartezeiten!)
- Schindlergrat und Valluga
- Galzigbahn
- Buntes internationales Publikum
- Mooserwirt :-)

Nicht gefallen:
- Schneelage neben der Piste


Persönliche Bewertung: 5,5 von 6 Punkten
Volle Punktzahl nur bei Tiefschnee möglich - ansonsten alles bestens :-)

Am Arlberg bin ich nun was das Skifahren angeht zu Hause, hier passt es mir einfach weil die Mischung stimmt zwischen Anspruch, Publikum, Offpiste, Liftanlagen, Panorama und natürlich Apres Ski :-) alle anderen Gebiete haben aus meiner Sicht (subjektiv, bitte keine Diskussion!) irgendwo ein Defizit (Frankreich hat keinen Mooserwirt, Sölden keine Valluga, etc.), also hier bin ich daheim!
Wir starteten wie immer morgens am Rendl, wo man immer schön seine Ruhe und viel Platz hat, ich hoffe das bleibt noch lange so! Das gleiche gilt natürlich für Stuben, mal sehen was der Ausbau der ABB an Veränderung mit sich bringt! Haben den Tag voll genossen und jedes Eck einmal angefahren, wobei eigentlich keine negativen Erlebnisse (Eisplatten oder Steine) dabei waren und auch was die Leute an der Piste anging war nicht allzu viel los zahlenmäßg. Arlbergfan hat sicher die Zahl parat die am Berg war :-)
So ich schreib noch ein wenig zu den Bildern, und ende hier mit der Einleitung. Viel Spaß!

Morgens an der Rendlbahn - gelungen ins Dorfzentrum integriert
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Der ehemalige intersport ist jetzt die Schneebar - auch einwandfrei
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Ich mochte die alte Rendlbahn, aber der Komfort der neuen und das Design schlägt natürlich durch
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Pisten an der Gampbergbahn - sieht gut aus :-)
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Trasse und Pisten in der Totalen - wenig los, breite perfekt präparierte Pisten!
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Beweisfoto von oben
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Blick Richtung Galzig und Stuben, also Richtung Vorarlberg
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Wird man diese Ruhe mit einer Verbindung nach Kappl noch haben?
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Rendl Restaurant und Gampbergbahn vor Galzig und Kapall im Hintergrund
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An der Rifflbahn II
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Piste verlassen nix gut für Ski :-( und hier muss ja irgendwann man irgendwo die Bahn übern Grat führen, zu mindestens in die Richtung
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Ob die Rifflbahn II dann so erhalten bleibt?
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Abfahrt runter nach Pettneu, schon komplett zerfahren, irgendwie nicht schmackhaft ohne Neuschnee
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Also vorne runter, die Route wurde sogar auf einer Spur gewalzt
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Rendl aus der Maasbahn gesehen mit Funpark, immer noch keine Leute in Sicht :-)
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Hier staune ich immer über die Sprünge, mir tun nach meinen immer so die Füße weh und die sind witzlos ;-)
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SB Restaurant am Rendl, schon etwas mehr Anspruch als im Vorgänger
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ABER manches ändert sich nie - der gute Grillteller :-) dafür muss kurz Pause sein!
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Am Ende der Talabfahrt der wie ich finde schönste Blick auf St. Anton mit der neuen Bahntrasse der Rendlbahn
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Schnell auf die andere Seite in die Galzigbahn Riesenrad fahren
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Alles grün :-)
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Galzig mit Stütze der Vallugabahn
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Blick ins weiße Stanzertal, höhenmäßig gleich mit dem Ötztal - aber mit geschlossener Schneedecke!
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Die Kapazität langt doch völlig aus! Direkt rein ins Vergnügen!
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Tolle Trasse
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Innenleben der Talstation
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Und Einstieg
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Die spektakuläre Einfahrt in die Bergstation - immer wieder Weltklasse
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Und der Blick nach Vorarlberg, irgendwie leuchten die Berge da immer blau...
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Miroslav Close ist selbst hier oben zu finden
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Ganz schön laut hier oben beim Ausstieg!
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...und dann dieser Ausblick...
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...auch zum Vallugalift
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Jetzt ist klar warum auf den Pisten nichts los ist: Alle auf der Ulmer Hütte! :-)
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Valfagehrbahn
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Und rüber gehts nach Stuben
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Albonagratbahn vor den Maroiköpfen
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Entgegengesetzter Standpunkt zurück zur Albona II
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Blick auf den Arlbergpass Richtung St. Christoph, Galzig und Rendl wieder im Blick
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Rendl im Zoom
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"Routen" an der Arlenmähderbahn, gingen aber gut zu fahren
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Talabfahrt zur Galzigbahn auf Höhe Mooserwirt, diese paar Meter werden nachts nicht einfacher :-)
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Vergleichsbild Sommer 2009, irgendwie nicht mehr fahrbar
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Ein riesen Gebäude... was ist eigentlich aus den Vibrationen geworden die die Hausbesitzerin dahinter so störten?
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Nassereinbahn vor dem Stanzertal
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Und die Abfahrt darunter
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Slalomhang - WM Bewerbung ist ja wieder geplant
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Talabfahrt nach Nasserein ging erstaunlich gut! Aber Kanten sollte man schon haben...
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Am Gampen gibts Livemusik, kleiner Absacker :-)
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...und dann rauf auf die Valluga - über diese Trasse
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Ausblick aus der Gondel übers Steißbachtal
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...da sind ja einige Leute drin, war eisig dort, ungeübte Skifahrer kämpften da drin eher.
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Blick zum Kapall
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Und nun zwei Eindrücke von der super Trasse der 3SB auf Schindlergrat
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In der Bergstation dieses Werbeplakat - ich hab nen Lachkrampf bekommen :-) der Humor ist einfach super
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2. Sektion, heute nichts für uns
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Ausblick von oben schon riesig
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Und Block zurück zum Gipfel
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Ich kann mich immer nie entscheiden :-)
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Darum liebe ich den Arlberg!
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Und ab in die Schindlerrinne, aber schon zu abgefahren, diesen Tag nicht ganz so schön wie sonst
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Schön steil
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Buckelpiste wohin man schaut
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Alles drauf was auf ein Foto gehört ;-)
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Abfahrt runter ins Steißbachtal, das war extrem anstrengend weil schon nach 16 Uhr und ganz schön warm geworden!
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Die letzten Sonnenstrahlen
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Auf der Talabfahrt dann wieder die "Touristen" eingeholt, die haben sich vielleicht angestellt. Und kamen den Bullys ganz schön nahe!!!
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Die haben sich in Reih und Glied formiert
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Aber der Durst trieb uns dann hier hin - wer braucht Ski? Ich sperr meine mittlerweile ab!
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Immer gut gefüllt hier beim Mooserwirt
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Der Skitag endet, Apres Ski startet
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...und ehe man sich versieht ist es dunkel ;-)
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Richtig dunkel
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Die schwerste Abfahrt des Tages ;-) naja wenn man nicht soo viel erwischt hat ists kein Problem, witzig anderen zuzusehen :-)
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So ich hoffe mal wieder etwas Lust auf den Arlberg (Ost) gemacht zu haben, Bericht aus Lech/Zürs vom Tag drauf kommt auch noch. Username wäre somit auch geklärt :-)

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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Arlbergfan »

Also eins muss man dir lassen. Noch nicht lange im Forum, aber Top-Berichte und Fotos herzaubern, wie ein alter Hase! Sehr gut! :-)

Bist echt alles abgefahren an einem Tag, und das noch incl. Apres Ski. Ich würde es sogar trotz des fehlenden Neuschnees als Top-Tag bezeichnen!?

Und nein, ich hab für diesen Tag keine Personenzahl parat. ;-)
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Foto-Irrer »

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Wenn man es ganz genau nimmt, ist das ja NOCH nicht die Abfahrt nach Pettneu hinunter. Die ganzen Spuren links runter im hinteren Rendl gehen ja zurück bis kurz vor Schluss der Rendl-Talabfahrt. Wenn Du nach Pettneu willst, musst Du ja zum Mitterkar (direkt in Bildmitte, danke für das Bild) das kurze Stück hinauf und dann hinten ins Malfontal, aber wie es da aussieht, kann man hier ja nicht sehen.

Interessante Aufstiegsspur nach rechts hoch, habe ich so noch nie gesehen. Um ins Malfontal zu kommen, gibt es ja eigentlich zwei Hauptrouten, durch das Mitterkar im Hintergrund oder wenn man bei der Rifflbahn I nach Süden quert und dann zur Roßfallscharte hochsteigt (auf die vielen kleinen Nebenroute gehe ich mal nicht ein).
Und diese Aufstiegsspur da nach rechts hoch müsste ja eigentlich auch zur Roßfallscharte gehen (hab das Buch von Andy Thurner gerade nicht vorliegen und weiß somit nicht, ob dieser Aufstieg im Bild dort drin beschrieben ist).
Kennt hier jemand diese Aufstiegsroute?
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Huppi
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Huppi »

WOW, ein Bericht der Extraklasse! vielen Dank, weiter so!
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Stäntn
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

Danke für eure Blumen :-)

Wer viel auf Ski steht und viel Bilder macht, dazu noch Deutsch spricht hat ganz gute Karten das ganze in einen Bericht zu packen ;-)

Was mir an dieser Stelle noch einfällt - das Thema "Publikum in den Skigebieten" und "Osteuropa" etc., wir hatten die Diskussion ja mal in einem Sölden Bericht im Dezember...

Bin in der Nassereinbahn mit St. Antonern gesessen, die sich über die Problematik "Russen" unterhalten haben, und die waren sich einig dass es am Arlberg jetzt wieder ruhig sei (die Russen sind jetzt in Ischgl und Sölden), aber man diese Probleme mal vor 8-10 Jahren hatte. Einer war Polizist und erzählte wie sie mal mit einer Hundestaffel eine Gruppe von an die 30 randalierenden Russen in der Fußgängerzone St. Antons auflösen mussten (!!!). Naja nur so eine Anekdote am Rand, mir gefällt das bunte Publikum am Arlberg wie gesagt sehr und ich genieße es in jeder Gondel eine andere Sprache zu hören. Keine Nation ist in der Überlast, so ist es prima :-)
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Mitleser »

Foto-Irrer hat geschrieben:
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Und diese Aufstiegsspur da nach rechts hoch müsste ja eigentlich auch zur Roßfallscharte gehen (hab das Buch von Andy Thurner gerade nicht vorliegen und weiß somit nicht, ob dieser Aufstieg im Bild dort drin beschrieben ist).
Kennt hier jemand diese Aufstiegsroute?
Ist genau auf dieser Route vom Thurner so beschrieben :wink:
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Mitleser »

Stäntn hat geschrieben:
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Ist es auf dem Ziehweg in Bildmitte möglich, vom Galzig über den Sattel Richtung Schindler/Arlenmähderbahn zu kommen? Wenn ja, warum quälen sich dann so viele (schlechte) Skifahrer die schwarze 10 zum Arlensattel herunter ? War vor 2 Wochen grausig zu fahren und vereist, dadurch viele Stürze (deshalb wird sie wohl auch schwarz sein) 8O
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Foto-Irrer »

theoretisch ja, ABER wie Du auf dem Foto siehst, müssen diejenigen, welche über die blaue Umfahrung kommen an der Stelle einiges bergauf, wo die blaue sich mit der schwarzen trifft.

Übrigens war die schwarze früher mal rot. Aber andersrum war Valfagehr auch mal Skiroute, dann rot, dann blau.
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

Hmm gute Frage das habe ich noch nie probiert ;-) ich lass auf dem Hang eigentlich fast komplett laufen (vorausgesetzt gute Sicht und keine Leute drin) dann schaft man es ohne einen Stockeinsatz bis in die Talstation der Schindlergratbahn :-)
Aber so stören auch keine Eisplatten...

Aber wenn ich das Bild interpretieren muss fallen 2 Sachen auf: Von der Galzigbahn Bergstation muss man ein Stück hoch --> also auch einmal Osthang oder Zammermoos fahren. Dann runter ziehen sollte klappen, dann hat man aber keinen Schwung mehr um auf den Arlensattel wieder hoch zu kommen?! Denke ich mal...

Die meisten werden aus der Zammermoos aussteigen, kurz das Schild lesen und einfach drauf los fahren. Immer und immer wieder :-)

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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

Foto-Irrer hat geschrieben:Aber andersrum war Valfagehr auch mal Skiroute, dann rot, dann blau.
??? Das war mal eine Route? Bei der "Neigung"?? Wer da einen Schwung macht steht ja schon fast! Oder haben die da Geländekorrekturen gemacht, war das mal steiler mit Auslauf und ist jetzt einfach linear runter? Blauer gehts ja eigentlich nicht :-)
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Foto-Irrer »

Es war eine präparierte Skiroute. Aber die Skischulen sind da trotzdem mit uns runter. naja,oben ok, blau, aber bei den Steilhängen unten habe ich als kleiner Drei-Bierkisten-hoch schon sehr viel geheult.
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

Zum Thema Arlensattel und Schussfahrt zur Schindlergratbahn...

http://tirol.orf.at/stories/497321/

CHRONIK 06.02.2011
Schwede nach Sturz im freien Skiraum tot

In St. Anton ist gestern ein schwedischer Skifahrer tödlich verunglückt. Der Mann war nach einem Sprung gestürzt und hatte sich dabei so schwere Verletzungen zugezogen, dass er starb.

Zu dritt über Kante gesprungen
Der Unfall ereignete sich gegen 15.30 Uhr im Skigebiet Arlensattel. Der 46-jährige Mann war mit zwei Landsleuten in hohem Tempo über den Pistenrand hinaus gefahren. Bei einem Sprung über eine Geländekante in den freien Skiraum stürzten alle drei.

Der 46-jährige zog sich laut Polizei tödliche Verletzungen zu, der zweite musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Zams geflogen werden. Der dritte schwedische Skifahrer konnte nach ärztlicher Versorgung nach Hause gehen.



Aber wo genau kann das passieren? Wenn man die schwarze Schuss fährt gehts rechts nur bergauf, links gehts auf die Blaue zur Arlenmähderbahn und da ist ewig lang abgezäunt und flach. Die Schweden müssten somit den Hang bevor der Zaun anfängt hinunter gesprungen sein?! Aber wieso sollte man das tun, da gehts mal nirgends hin und schönere Offpiste Hänge gibts wohl am Arlberg genug, mal von der derzeitigen Schneelage abgesehen.
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von j-p.m. »

Nochmals zur Aufstiegspur im hinteren Rendl : die führt NICHT auf die Rossfallscharte .
Man kommt auf den Grat zwischen Vorderer und Hinterer Rendlspitze, nahe der Vorderen Rendlspitze (dort geht der Winterklettersteig durch).
Der erste Hang runter ins Malfon ist richtig steil, vom Gefühl her wie Valluga Nord . Erst weiter unten (unter 2400 m) ist es möglich, mit den Spuren von der Rossfallscharte zusammenzukommen . Auf die Spuren von der Rendlscharte trifft man erst unten im Talboden .
Ganz schön kann man dies sehen im Kappl-Bericht von Tribal . Auf dem Panoramabild gut zu erkennen : Rossfallscharte, dann der Grat mit "eigenem" Tal, dann Rendlscharte . Weiter unten im Bericht ein Bild ("Könnte Arlberg sein") von der Rendlscharte mit den Spuren ins Mitterkar .
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von gunnar »

Stäntn hat geschrieben:Zum Thema Arlensattel und Schussfahrt zur Schindlergratbahn...

http://tirol.orf.at/stories/497321/

CHRONIK 06.02.2011
Schwede nach Sturz im freien Skiraum tot
Zu dritt über Kante gesprungen
gehen.

Aber wo genau kann das passieren? Wenn man die schwarze Schuss fährt gehts rechts nur bergauf, links gehts auf die Blaue zur Arlenmähderbahn und da ist ewig lang abgezäunt und flach. Die Schweden müssten somit den Hang bevor der Zaun anfängt hinunter gesprungen sein?! Aber wieso sollte man das tun, da gehts mal nirgends hin und schönere Offpiste Hänge gibts wohl am Arlberg genug, mal von der derzeitigen Schneelage abgesehen.
In den Berichten wird zum einen die Pist 12 erwähnt ...das wäre das Schußstück/Ziehweg unterhalb Ulmer Hütte und dann jedoch auch die Piste Arlensattel. Das wäre das Stück schwarze Abfahrt zur Schindlergratbahn/Steißbachtal. Da gibt es inkerhand schon steil abfallendes Gelände. Ca. mitte Arlensattel lässt es sich ja in's freie Gelände auf die Route zum Arlenmähder Sessel reinfahren.
Sind die Schweden blind zu früh, in Erwägung auf die Route kommend, reingefahren kommt man schon in steil abfallendes Gelände. Das würde ich mal vermuten.

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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Foto-Irrer »

Nochmal zu dem Bilder Rendlscharte und dem Übergang zum Mitterkar und weiter ins Malfontal:
Bild

Ich hab mal das Bild hier vom Tribal aus seinem Kappl-Bericht geklaut:
Bild

Auf dem Bild von Tribal sieht man sehr gut, dass man von der Rendlscharte ins Mitterkar kommt, welches ins Malfontal mündet.
Zur generellen Info für Freerideinteressierte: das Malfontal läuft unten flach und über Forstwege aus bis nach Pettneu.
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von hanseat »

Danke auch noch mal von mir für den Bericht! Wie es aussieht, bist du sofort zu Tribal, Dachstein, schafi, corviglia-fan etc. in die erste Liga der Berichteschreiber aufgestiegen. :D :top:
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Pistensau »

http://www.abload.de/img/100_1344mm6a.jpg


Fahren da zwei bahnen parallel übereinander oder wie ist das zu verstehen??? 8O
Marmorstein und Eisen bricht, aber unser Zugseil nicht...

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Stäntn
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

hanseat hat geschrieben:Danke auch noch mal von mir für den Bericht! Wie es aussieht, bist du sofort zu Tribal, Dachstein, schafi, corviglia-fan etc. in die erste Liga der Berichteschreiber aufgestiegen. :D :top:
Nanana langsam reiten ;-)
Da ist schon noch vieeel Luft nach oben, aber ich denke ich werde noch ein paar Jahre leben und Skifahren :biggrin:
Wobei es mir wohl zu blöd sein wird mit Spiegelreflex Ski zu fahren! Die Qualität der Bilder bleibt somit limitiert.

Pistensau hat geschrieben:http://www.abload.de/img/100_1344mm6a.jpg


Fahren da zwei bahnen parallel übereinander oder wie ist das zu verstehen??? 8O
Tja im Prinzip schon, ich hatte noch nie die Ehre die Bergebahn benützen zu müssen...
Hab auch noch nie gesehen wie das Ding gewartet wurde, vor ein paar Jahren hat sich mal das Seil ein paar Minuten bewegt während ich aufgefahren bin (unten ;-)).

Ich blick auch noch nicht so richtig durch wann, wo und warum man Bergebahnen braucht und wo nicht. Die Verbindungsbahn Hoch- und Obergurgl hat ja auch eine solche Vorrichtung, gibts zig Beispiele, nur der gemeinsame Nenner ist mir bis heute nicht in den Sinn gekommen... Hilfe! Danke
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Foto-Irrer »

also ich finde die Schindlergratbahn ist das beste Beispiel für Bergebahnen und ihre Existenzberechtigung in schwierigem Gelände. Vergleich doch einfach mit den anderen KSBs um die Ecke (Arlenmähder, Zammermoos, Osthang, Gampen, Kapall), da kannst Du im Notfall alle Leute einfach abseilen und die gehen zu Fuß runter :mrgreen:
In der Schweinströge unter der Schindlergrat wird das nicht leicht.
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Pharao »

Früher gabs ja nur die Valluga Bahn, die unterhalb der Gipfelbahn endet. Mit zwei relativ kleinen Gondeln aus den 50ern. Wollte man nach oben um Mattun, Schindlerkar oder zur Ulmer Hütte zu gelangen gab es damals keine Alternative. Man musst sich damals in der Station Galzig eine Platznummer geben lassen und wusste dann ich hab nummer 45 das ist ca.12.00 h dann muss ich auf dem Galzig sein.
Mehr als zwei Fahrten pro Tag waren in der Saison kaum drin.

Die Schindlergratbahn endet ja an einer anderen Stelle. Sie hat die Situation völlig verändert. Durch Sie sind viele Wiederholungsfahrten möglich geworden.
Hat natürlich die Konsequenz, daß im Starthang Walfagehr (der ist meisst glatt) viele schwächere ihre Probleme haben.

Die Schussfahrten an der schwarzen Wand Richtung Schindlerbahn aber auch unterhalb Ulmer Hütte Richtung Steisbachtal haben schon viele Opfer gekostet.

Arlenmähder war früher nicht erschlossen, später war das ein Schlepper, der kurz oberhalb der Schindlergrat Talstation endete. Sinn des Schleppers war eigentlich nicht die Piste, die da runterführte, sondern er sollte die Variantenfahrer aus dem Loch befördern. Das Gelände wurde mehrfach angepasst. Ursprünglich gelangte man vom Galzig durch eine relativ steile Rinne dort runter.
Den Wert eines Menschenlebens bestimmt nicht seine Länge, sondern seine Tiefe.
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

WOW interessante Informationen von früher, das kenne ich mit meinen paar Lenzen nicht mehr...

Den Schlepper am Arlenmähder kenne ich noch, das Gelände dort auch (mittlerweile) sehr gut. War früher viel weniger los und immer wieder spannend ob man es auch wieder zum Schlepper zurück schafft... bin da mal irgendwo im Gestrüpp gelandet, ein Bach lief neben uns und das einzige was in Richtung Schlepper zurück übrig blieb war mit Schwung über die Sträucher drüber und auch den Bach zu überspringen - an das "Nicht genug Schwung haben" durfte man da nicht denken :-) aber ist natürlich gut gegangen und zählte zu den Erlebnissen "typisch Arlberg" :-) vergisst man nicht. Geländeanpassungen habe ich nicht bemerkt (bin ich blind oder unaufmerksam?).

Bzgl. der Schussfahrten: Wir reden hier tatsächlich von Opfern und nicht von Verletzten??? Wahnsinn! So schwierig ist das doch nicht?
Normalerweise wird doch beim zweiten oder dritten Vorkommnis politisch soweit eingeschritten dass nichts mehr passieren kann (was ich nicht gut finde, jeder ist erwachsen genug zu wissen wie schnell er fahren kann).
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Pharao
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Pharao »

Das erfährt man nicht immer. Wie auch in dem hier zitierten Zeitungsbericht ist das oft ungenau.
Niemand hat wirklich Interesse das an die große Glocke zu hängen. Das sind dann oft auch Unfälle mit
mehreren Beteiligten.

Schwarze Wand - Schindlergratbahn ist echt gefährlich weil da plötzlich von rechts jemand auftauchen kann den man nicht sieht - vorher.

Ich hatte vorhin vergessen Deinen Bericht zu loben. Klasse 8)
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Stäntn »

Pharao hat geschrieben:Das erfährt man nicht immer. Wie auch in dem hier zitierten Zeitungsbericht ist das oft ungenau.
Niemand hat wirklich Interesse das an die große Glocke zu hängen. Das sind dann oft auch Unfälle mit
mehreren Beteiligten.
Dafür habe ich aber Verständnis, dass man das nicht medial breittritt. Diejenigen, die das lesen sollten um ihr Verhalten zu überdenken lesen beim Frühstück im Hotel sicher keine Zeitung wo das drin steht, da müsste man schon die Schlagzeile auf den Galzig projezieren. Unsereiner weiß das jetzt durch solche Unterhaltungen, fährt aber auch an sich da schon anders runter. Wenn es aber nun doch die Variante "Ziehweg" um den Galzig rum gibt wundert mich es aber fast dass dieser nicht plakativer "beworben" wird für die vielen Leute die oben am Galzig ankommen und rüber nach Vorarlberg wollen.

Ich war mal Zeuge eines Zusammenpralls (ohne Folgen!) im Bereich Idalpe in Ischgl (welch Wunder...). Das war ein riesen Akt über 2 Stunden mit Vernehmung durch Polizei etc. und gerichtlichem Schreiben dass die Anzeige fallen gelassen wird etc. - und da ist NICHTS passiert. Was mich jetzt interessiert: Was geschieht denn erst wenn hier wirklich Unfälle passieren, und sogar Opfer entstehen?! Soweit ich das verfolge steht nichts in den Medien dass irgendwelche Skifahrer jetzt für Fahrfehler oder rücksichtloses Verhalten soweit nachweisbar für Personenschäden gerichtlich belangt wurden. ODER?! Gibts hier Fallbeispiele?
Pharao hat geschrieben:Ich hatte vorhin vergessen Deinen Bericht zu loben. Klasse 8)
Danke! Man tut was man kann, das Niveau hier im Forum ist aber auch verdammt hoch manchmal wie ich gerade bei Lesen wieder eingestehen muss :-) man lernt ja nie aus...
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Pharao
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Re: St. Anton am Arlberg 30.01.2011

Beitrag von Pharao »

Ich denke man muss einfach ein wenig überlegter als andere fahren. Ich bin ja einer aus der helmlosen Generation. Ich hab schon verdammt viele Situationen erlebt........uiii gerade noch mal gut gegengen.

Bleiben wir bei der schwarzen Wand (übrigens auch mit dem Bagger bearbeitet), klar will man immer mal ein bischen früher Schuß.......es ist nicht kalkulierbar.

Man hat es nicht alleine in der Hand.
Den Wert eines Menschenlebens bestimmt nicht seine Länge, sondern seine Tiefe.

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