Meine Berichte 2009/2010
Ski & Rail
Teil 1a Hintertuxer Gletscher 21.11.2009
Teil 1b Zugspitze 22.11.2009
Teil 2 Zugspitze 14-16.12.2009
Teil 3a Rifflsee (Pitztaler Gletscher) 26.03.2010
Teil 3b Pitztaler Gletscher 27.03.2010
Teil 3c Stubaier Gletscher 28.03.2010
Sauerland Saison:
Wildewiese 12.01.2010
Winterberg Skiliftkarussell Flutlicht 13.01.2010
Willingen 16.02.2010
Sauerland Ski Safari 04.02.2010
Teil 1/3 - Bruchhausen Sternrodt
Teil 2/3 - Niedersfeld Eschenberg
Teil 3/3 - Fort Fun Winterwelt
Pitztaler Gletscher & Rifflsee 26.03.2010
Homepage:
http://www.pitztaler-gletscher.at/
Pistenplan:
http://www.pitztaler-gletscher.at/stati ... itztal.jpg
Google Earth:
Anreise:
Bochum-München 5 ½ Stunden (Bahn) + München Pitztaler Gletscher 2 ½ Stunden (Auto)
Wetter:
Föhnig, dabei sonnig mit durchziehenden Wolken,Temperaturen 0-12°C, starker, böiger Wind.
Schneelage:
Im Tal Schneereste, Rifflsee geschätzt maximal 100cm.
Pistenzustand:
Am Morgen griffig überfroren, nachmittags weich bis sulzig, auf der Talabfahrt auch Pfützen. Zum Teil mussten apere Stellen umfahren werden.
geöffnete/geschlossene Lifte & Abfahrten:
Wartezeiten:
keine
Nach dem Ende des Winters & Skibetriebs im heimischen Sauerland verlagern sich meine Wintersportaktivitäten wieder in die Alpen. Nach den Besuchen am Hintertuxer Gletscher zum Saisonbeginn im November & Dezember war diesmal der Pitztaler Gletscher sowie das sowie das zugehörige Skigebiet am Rifflsee das Ziel.
Die Anfahrt erfolgte wie bereits im Vorjahr am Vortag bequem mit der Bahn bis München und von dort aus dann weiter mit dem Auto in Richtung Pitztal.
Schon auf der Anfahrt über den Fernpass wurde klar, dass die Fahrt zum Gletscher lohnenswert sein würde, denn ein Blick aus dem Fenster auf die Skigebiete von Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald und Leermoos machte deutlich, das bei den aktuell hohen Temperaturen Top-Schneeverhältnisse nur in großer Höhe zu erwarten waren. Die Talabfahrten in allen oben Gebieten zeichneten sich deutlich in ergrünter Umbebung ab, hier und dort waren sogar apere Stellen zu erkennen, fraglich ob dass letztlich wirklich sein muss – für solche Verhältnisse fahre ich nicht den weiten Weg in die Alpen, dass bekommt man mittlerweile selbst in Tauwetterphasen im Sauerland geboten.
Bei der Fahrt durchs Pitztal erreichten die Schneereste langsam das Talniveau, bildeten jedoch auch am Ziel bei Temperaturen von +4°C in der Früh, keine geschlossene Schneedecke mehr. Die Südhänge waren bereits bis etwa 1800m Schneefrei und überall zeichneten sich dreckig-braune Nassschneelawinen ab.
Nachdem am Gletscher ein Föhnsturm „wütete“ (bereits auf der Fahrt wurden am Patscherkofel Böen bis 110km/h gemeldet) und nur eingeschränkter Betrieb ohne die Gondelbahnen möglich war, gehörte der Vormittag dem Skigebiet Rifflsee.
Mit der 3. Gondel erreichte ich die Bergstation, und fand zunächst nur geschlossene Liftanlagen, dafür aber frisch präparierte, jungfräuliche und menschenleere Pisten vor. Der Zustand jener zunächst weich und oberflächlich überfroren. Hier und dort gab es allerdings doch schon ein paar Steine und braune Stellen.
Somit bot sich zu Beginn eigentlich nur die Talabfahrt an. Diese führt zunächst über einen Ziehweg oberhalb des Rifflsees auf dessen Abfluss zu, bevor das Gefälle zunimmt und das hängende Tal des Sees in Richtung Taschachtal verlässt. Nach der Passage der Talstation der Muttenkopf führt die Abfahrt in weiten Serpentinen auf einen Ziehweg zu, der zu dieser Tageszeit noch sehr schnell fahrbar war, jedoch einige Eisplatten aufwies, die es zu meistern galt. Zu späterer Stunde war es hier zunehmend sulzig, mit Stellenweisen Pfützen und ausapernden Stellen. Trotz allem immer noch ein Riesenspaß.
Nach der abermaligen Auffahrt mit der Gondelbahn war auch der Rest des Skigebietes geöffnet, wobei vor allem die langen, wenn auch modellierten Abfahrten am Grubenkopf einen sehr guten Eindruck hinterließen. Die neue Sesselbahn Sunna Alm ist leider nur sehr kurz und bietet aufgrund dessen auch keine wirklich interessanten Abfahrten – wirkt auf mich mit Sitzheizung und Bubbles deutlich überdimensioniert, aber Hauptsache man hat mit den automatischen Fußrastern eine Weltneuheit zu bieten.
Nach der Mittagspause im Tal und der abermaligen Auffahrt zum Rifflsee trat ich die mittlerweile stark zerfahrene und sulzige Talabfahrt in Richtung Gletscherexpress an.
Am meisten Gefahren:
4KSB/B Grubenkopf, 6EUB Rifflsee
Am wenigsten Gefahren:
1SL Hirschtal, 6KSB/B Sunna Alm
gefallen:
nicht gefallen
Wertung:
Bilder:
Der frühe Vogel fängt den Wurm - leerer Parkplatz mit Blick zum Mittagskogel an der Talstation der Rifflseebahn
Auffahrt mit der Rifflseebahn, leider ist es "nur" die 3. Gondel geworden
Blick ins Mittelbergtal - am Gletscher tobt der Föhn
Talstation Sunna Alm Bahn, neben dem gewöhnungsbedürftigen Namen wirkt die Bahn auf mich reichlich überdimensioniert.
Relativ Exponierte Bergstation der oben angesprochenen Sesselbahn
Grubenkopf in der Totalen, hier warten schöne und recht lange Abfahrten
Trasse der sehr exponierten Grubenkopfbahn, wundert mich, dass diese bei diesem Wind überhaupt lief da am Gletscher die Gondeln außer Betrieb waren.
Abfahrt am Grubenkopf mit Blick Richtung Rifflsee. Die Abfahrten sind z.T. relativ schmal und regelrecht in den Berg "gebaut".
Ein unbekannter, einsamer Abfahrer
Bergstation der Grubenkopfbahn - höher als jeder Skilift in Deutschland
Blick zum Rifflseebecken mit dem Pitztal im Hintergrund. Auf dem Gegenhang enden alle anderen Liftanlagen.
Der Rifflsee liegt in einem, hängenden, Nebeltal des Taschachtals, welches in der letzten Eiszeit weniger erodiert wurde als jenes.
Der heute verhältnismäßig kleine Rifflferner (gelb), fließt in den Taschachferner (blau), der an der Stelle des Zusammenflusses weitaus mächtiger ist. Vor dem Mittagskogel fließt dieser mit dem Mittelbergferner zusammen und bildet den Pitztaler Gletscher, welcher später in den Inngletscher mündet.
Beginn der Talabfahrt mit der Talstation der Muttekopfbahn, gleichzeitig der Punkt an dem Rifflferner und Taschachferner zusammenflossen
Aufgrund des warmen Wetters bahnten sich überall dreckige Nassschneelawinen ihren Weg. Sie sorgen auch mit dafür, dass die Trogtäler langsam überschottern und wieder zu Kerbtälern werden. Auch der Rifflsee wird so nach und nach verlanden.
Auch die Talabfahrt wurde nicht verschont, die Lawinen wurden aber quasi "überpräpariert", man siehts am braunen Schnee.
Kleiner Stausee am Taschachbach, hier wird das Wasser unterirdisch ins Kaunertal geleitet und dem Gepatschspeicher zugeführt.
Blick ins Taschachtal zu den Moränen des Taschachferners, noch vor wenigen Jahren erreichte jender den Talboden. Allerdings war er schon damals von der mächtigkeit des Hochstandes weit entfernt.
Zum Abschluss noch ein Bild vom Riffltal mit dem zugefrorenen und schneebedeckten Rifflsee im Vordergrund.