Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

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Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon noisi » 15.11.2014 - 14:40

Von der Perversion des Wintersports, des Gutmenschentums und des drehen und wendens einer unbequemen Tatsache
Zum Thema "Saisoneröffnung" an der Ruhrquelle/Hochsauerland am 15.11.2014

Vorab, dies ist keine Abrechnung mit dem Wintersport, schon gar nicht mit dem Skibetrieb im Sauerland oder der Schneeanlage an der Ruhrquelle. Ich werde mir weiterhin gerne die Ski anschnallen, so es denn sein muss auch auf gerodeten, planierten & beschneiten Abfahrten. Meinetwegen auch bei deutlichen Plusgraden, in der abartigsten Jahreszeit und dem bescheidensten Wetter. Es macht leider einfach Spaß…
Wie auch immer, erwartet hier keinen „klassischen“ Schneebericht, was auch immer das sein mag. Die meisten der folgenden Bilder stammen weder aus diesem Jahr, noch aus dem Sauerland und erst recht nicht von der Ruhrquelle. Auch das geschriebene hat nur am Rande mit dem „Saisonstart“ zu tun. Man möge es mir verzeihen.

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#1 Wirtschaftszweig Wintersport, energie- und kostenintensiver Massentourismus auf dem Rücken der Umwelt. Trotzallem (fast) immer auch ein Naturerlebnis.

Warum dann das ganze? Die Diskussion um die „Schneeerzeugung“ bei Plusgraden im Sauerland, von beiden Seiten teils mit guten aber überwiegend mit hanebüchenen, abstrusen vor allem aber heuchlerischen Argumenten geführt, hat dafür den Ausschlag gegeben.
Gelegentlich bekomme ich den Eindruck, von mancher Seite wird hier ein regelrechtes „Sauerlandbashing“ betrieben – mit großem Eifer. Es scheint fast als würde es User geben die dem Sauerländer Marktführer lieber heute als morgen die Pleite an den Hals wünschen.
Durch den energieintensiven Einsatz des Snowmakers schaufeln sie sich ihr eigenes Grab nur noch schneller!

Möglicherweise aber auch einfach nur, weil der ein oder andere zu jedem vorhandenem Thema seinen Senf ablassen muss, betrifft aber nicht nur die Sauerlandtopics.
Wie man in den Wald hineinruft, so schall es hinaus. Auch für den ein oder anderen „Sauerlanduser“ gilt obiges. Ständig sind irgendwo Vergleiche des, im alpinen Vergleich zurecht belächelten, Sauerlandes zu lesen. Da bin ich des öfteren peinlich berührt – Neudeutsch Fremdschämen.
Oft sind des die gleichen User, die empfindlich reagieren, wenn irgendwo mal ein kritisches Wort über „ihr“ Sauerland fällt.
Das Sauerländer Schneesituations- und Newstopic ähneln nicht selten einem Kindergarten und das hat nicht immer dem Alter der User zu tun.

Wie auch immer, ich picke hier noch mal gezielt einige Dinge aus den mittlerweile vier verschiedenen Topics (!) heraus, in welchem über die aktuelle Entwicklung im Sauerland „diskutiert“ wird. Den ein oder anderen Satz werde ich auch direkt zitieren Die Zitate stehen Grundsätzlich nur Pate für diverse Diskussionsansätze und Meinungen.
Auch wenn nun möglicherweise noch ein fünfter Thread entsteht, das Thema ist es Wert. Weiterhin steht meine Meinung natürlich auch zur Diskussion.

Das ist einfach ein "krankhaftes" Klammern an etwas, was man halt eigentlich in dieser Lage nicht immer haben kann, den lieben Schnee [….]Man sollte aber doch unterscheiden, ob man nur nachhilft und eine konstante Saison schafft oder künstlich eine Saison erschafft.

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#2 Krankhaftes Klammern an den Herbstskilauf den man in dieser Lage nicht immer haben kannn - man hilft nur nach und schafft eine konstante Saison :roll:

Neben dem oben genannten Thema ist dies natürlich auch immernoch ein „Schneebericht“. Die ortsfremden Bilder, der ein oder andere Ort mag euch bekannt vorkommen, stehen dabei nur symbolisch Pate für diese Diskussion. Diese sind zwar mit Sicherheit keine Werbung für den Wintersport überhaupt, halten mich aber trotzdem nicht davon ab. Fast jeder Ski- und Snowboardfahrer muss mit dieser unbequemen Tatsache leben.

Schneeerzeugung bei Plusgraden – Perversion oder Fortschritt?
Lange habe ich mich zu diesem Thema zurückgehalten, die „Diskussion“ anderen überlassen. Zunächst wollte ich mir selbst eine klare Meinung bilden, was mir aber bis heute nicht gelungen ist. Es gibt gute Argumente dafür und dagegen. Dazu eine wirtschaftliche, moralische und ökologische Seite. Alles hat seine Berechtigung, jede Seite hat irgendwo Recht. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Am Ende muss jeder für sich selbst Urteilen – finde ich diese Entwicklung gut oder schlecht? Muss alles was technisch möglich ist auch umgesetzt werden?
Irgendwo ist diese Diskussion auch eine Farce. Gefühlt in jedem zweiten Topic wird nach SFL oder Ischgl gefragt. Nicht wenige User besitzen eine Saisonkarte, wohnen teils weit außerhalb der Alpen und legen jeden für jeden Skitag einige hundert Kilometer mit dem Auto zurück.
Wie kann man sich da anmaßen gegen diese Form der Schneeerzeugung, mit dem Argument Energieverschwendung, zu sein?

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#3 Praktisch jeder Skitag in den Alpen, umittelbar Ortsansässige ausgeschlossen, dürfte eine schlechtere Umweltbilanz haben als einer im Sauerland...

Verschwendung?
Stichwort Strom, Verschwendung. Natürlich ist ein Snowmaker irgendwo Energieverschwendung.
Die Maschine verbraucht "nur" Strom und Wasser. Wasser, das ist im Sauerland eine praktisch ungebrenzte Ressource. Ganz im Gegensatz zu manchem hochalpinen Trockental im Winter. Doch Strom? Strom muss produziert werden. Ob auf herkömmliche Weise, mit fossilen Energieträgern oder wie seit einiger Zeit in steigendem Ausmaß durch regenerative Energien. Das Problem ist, egal wie der Strom nun erzeugt wird, in jedem Fall wird sich irgendjemand, egal in welcher Form, auf den Schlips getreten fühlen. Wer will schon neben einem Windrad oder gar einem Atomkraftwerk wohnen? Ncht wenige Menschen verlieren durch unseren Energiehunger gar ihre Heimat - für immer. So gesehen, macht es also schon Sinn Strom sinnvoll und effizient zu nutzen. Doch spricht das gegen den Snomaker? Ich finde eher nicht.

Wahnsinn. Was für eine perverse Energieverschwendung. :nein:

Ja, Schneeerzeugung ist eine perverse Energieverschwendung, erst recht bei Plusgraden.
Gilt aber gleiches nicht auch erst recht für Sitzheizungen in kuppelbaren Sechser-Sesselbahnen?
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#4 Strom kommt nicht aus der Steckdose, andernorts steht nicht nur ein Windrad auf einem Hügel, nein ganze Dörfer, die Heimat von Menschen verschwindet für immer.

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#5 Strom ja bitte, aber blos keine Atomkraftwerke....

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#6 ....Windkraftwerke schon eher, aber bitte da wo es nicht so "schön ist wie bei uns". Erst recht nicht auf unseren schönen, windreichen, grünenHügeln mit ihrer unberührten Natur...

Beschneiung, Klimawandel - gab es denn "früher" immer Schnee?
Die Erde erwärmt sich, das ist ein Fakt. Des öfteren habe ich in diesem Forum bereits meine Meinung zu diesem Thema kundgetan. Das diese Entwicklung, zu großen Teilen, für menschengemacht halte, ist für einige sicherlich kein Geheimnis.
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#7 Klimawandel, nicht nur das Sauerland ist betroffen. Jeder kämpft aus seine Weise dagegen an - will man sein Geschäft nicht aufgeben sind unbequeme Maßnamen erforderlich.

Winter, die diesen Namen auch verdienen, werden gerade in tiefer gelegenen Gebieten, also auch im Sauerland, immer seltener. Aber auch der Gast wird anspruchsvoller. Folge dieser Entwicklung: technische Schneeerzeugung, Pistenkorrekturen & -planierungen und immer komfortablere Liftanlagen. Dazu wanderten die Skigebiete in immer größere Höhen und zuvor unberührte Bereiche. Teils enstanden regelrecht Skigebiete und Dörfer aus der Retorte.

Wo aber fängt dieses künstlich an?
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#8 Ist es schon künstlich Wälder zur Anlage von Skipisten zu Roden? Im Hochgebirge? In Bannwäldern?

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#9 Ist es künstlich Pisten in unwegsamen, eigentlich nicht skifahrtauglichen Gelände zu Bauen?

Die Schneekanone war in der Vergangenheit, in ihren Anfangstagen, auch nur als Ergänzung gedacht. Wird es auch bestimmten, stark beanspruchten Pistenabschnitten mal kritisch, helfen wir ein bisschen nach. Das ganze hat sich mittlerweile egalisiert. Heute setzt man fast allenorts auf eine Vollbeschneiung, ja sogar auf Gletschern. Schneeerzeuger finden sich inzwischen auf auf weit über 3000m Seehöhe. Man beschneit, wenn es nur geht, auch im November (in tiefen lagen), es könnte ja ein schlechter Winter kommen. Entsprechend nicht nur auf der Piste sondern auch auf Depot. Man schaue sich nur mal den Skibetrieb um die Ostertage an. Weiße Bänder durch Wälder von Schneeerzeugern bis in die Tallagen, teils auch an Südhang. Das ganze hat nichts mehr mit nachhelfen oder einer konstanten Saison zu tun. Hier wird eine Saison, künstlich erschaffen.
Ganz davon ab, erblickt man irgendwo auf Lawinenverbauungen ist man in einem Bereich, in dem von Natur aus, überhaupt nichts geht. Aber das ist wieder ein ganz anderes Thema, da könnte man alle Skigebiete, abseits von Tallagen und Mittelgebirgen (!) per Se in Frage stellen. Das würde dann doch zu weit ausufern...

Zweifelt man am Sinn der Anlagen muss ich alle schneianlagen im Alpenrand hinterfragen, Klammern sich an Sie doch alle Betreiber die Saison zu sichern wenn 'der Liebe Schnee' mal auf sich warten lässt.....

Letztes Jahr wurde auf der gesamten Alpennordseite der quasi nicht vorhandene Winter geschaffen.

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#10 Abfahrten durch ein Spalier von Schneelanzen bei fragwürdigen Verhältnissen. In der späten Saison nichts ungewöhnliches. Ob das "früher" immer alles weiß war?
Der Schnee wird keineswegs zum Spaß dort gemacht, viele Existenzen sind im Sauerland direkt davon abhängig.

Das ist der Kern der Diskussion. Das Sauerland, insbesondere der Winterberger Raum ist wirtschaftlich vom Wintersport, dem Tourismus abhängig. Außer Forstwirtschaft, ein paar Rinderzüchtern und Steinbrüchen, gibt es dort sonst kaum etwas. Auch wenn der Skitourismus vielleicht nicht mehr den aktuellen klimatischen Gegebenheiten genügt. Die vielen Liftanlagen und Skigebieten sind in den 60/70er Jahren nicht zufällig dort entstanden. Das man sich nun, an diesen eventuell nicht mehr aus natürlichen Gegebenheiten, profitablen Wirtschaftszweig klammert ist doch verständlich! Man sollte nicht so blauäugig sein, dass die z.B. Viehwirtschaft ablegehener Alpentäler auch nur ansatzweise konkurrenzfähig zur Massentierhaltung im Flachland wäre. Nicht gänzlich anders verhält es sich mit dem Wintersport.
Sehen wirs mal so, fast niemand heißt die herschende Form der Massentierhaltung gut mit allem damit verbundenen Qualen und Misständen die dieses Geschäft für Mensch und Tier mit sich bringt. Trotzdem mag fast jeder Fleisch, Eier, Käse etc. - aus dieser Produktion. Die Nachteile werden für den Vorteil in Kauf genommen. Genauso verhält es sich beim Wintersport - zumindest für mich.

Wie auch immer, ich hoffe nicht, das man in Zukunft, sollten hier einige der besonders investitionsfreudigen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, nicht von öffentlicher Seite nochmal das Portemonaie aufmacht. Das vielgelesene Argument „die wissen schon was sie tun“ ist Quatsch. Wenn dem so wäre würde nicht ein einziges Privates Unternehmen in die Insolvenz gehen. Wieso zum Henker sollte das bei Liftbetreibern anders sein.

Ich komme mal zum Ende, ich habe sicherlich nicht alles gesagt was ich sagen wollte. Trotzdem bin ich einiges losgeworden und was nicht ist kann ja noch werden.

Zum Abschluss fand ich dieses Zitat passend:

Wir sollten aufhören beim Skifahren von Naturschutz und sonstigen "grünen" Sachen zu reden und müssen lernen zu akzeptieren das Geschäftsleute Entscheidungen treffen um Geld zu verdienen. Ob das letztlich immer richtige Entscheidungen sind erkennt man erst später.


Soweit meine Gedanken dazu, jetzt folgt der Schneebericht....

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon noisi » 15.11.2014 - 15:09

Tag X – Saisoneröffnung Ruhrquelle 15.11.2014
Bis zu Vorabend war ich nicht sicher, sollte ich überhaupt hinfahren?
Spätestens der Blick auf den Wetterbericht, es war Nebel angesagt, gab dann den Ausschlag. Genau mein Wetter!
Also auf zur Ruhrquelle. Irgendwann auf der Fahrt, ich nehme an es waren die 10 Uhr Nachrichten kam dann selbst auf WDR2 die Meldung von Saisonstart im Sauerland... Da wird die Kasse brummen - wenn das fahren heute nicht kostenlos wäre.

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#11 der PR Coup scheint aufzugehen

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#12 Etwas ungewohnt, der Blick zum Schlepplift. Nicht deutet auf den nebenan bereits tobenden Skibetrieb hin

Gegen etwa 10:30 erreichte ich den Parkplatz. Dieser war bereits recht gut gefüllt, das Förderband lief bereits und auch auf der Piste tummelten sich einige Schneesportler. Von daher, nichts wie rein in die neuen Skischuhe, und rauf aufs Förderband.

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#13 Quälend lange Minuten auf dem langsamen Förderband

Die Bergfahrt mit dem Förderband ist alles andere als bequem - gerade weil ich und meine Schuhe und noch nicht ganz grün sind. Der Schlepper wäre mir nicht nur deshalb lieber gewesen :wink:. Endlich erreichte ich dann die Bergstation.

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#14 Blick auf die Abfahrt

Die Piste ist etwa 150m lang, macht ca. 25m Höhenunterschied und weist eine Breite von 10-15m auf. Zum kurzfristigen Spaß haben ganz OK, für PR Zwecke perfekt - auf Dauer dann aber doch recht langweilig - wir haben aber auch erst den 15.11, was solls also :D

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#15 Auslass für das Scherbeneis

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#16 Hier wirds auf die Piste gepustet

Abschlussfazit: War ein netter Gag heute. Wirkliches Skifahren war das ob der schmalen und kurzen Abfahrt nicht. Trotzdem der PR Coup ist gelungen. Auch die Pistenqualität war erstaunlich gut. Ich hatte aufgrund der Temperaturen tiefen "Schnee" erwartet. Dem war nicht so. Das ganze fuhr sich in etwa wie leicht angefrorener Sulz. Gar nicht so übel.
Letztenendes bin ich dann aber doch ein wenig enttäuscht. In mehr als einer Woche hat man, bzw. die Maschine, es nicht fertiggebracht, mehr als ein 150m langes, 10-15m breites Schneeband herzustellen. Für eine ganze Piste, auch eine durchschnittliche Sauerländer, würde man also einige Wochen benötigen.
Somit kann die neue Schneeanlage wohl tatsächlich nur als Ergänzung zur vorhandenen Beschneiung und natürlich zum Naturschnee dienen. Mehr ist da meiner Meinung absolut nicht drin. Am ende als meiner Meinung nach viel Wind um wenig.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Rüganer » 15.11.2014 - 16:21

krass ! :D

Für und Wider hast du gut zusammengefasst.

Wenn man den Snowmaker ablehnt, sollte man auch Eishallen, Schwimmbäder usw. ablehnen.

Macht seltsamerweise kaum jemand :wink:

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Lord-of-Ski » 15.11.2014 - 17:10

noisi hat geschrieben:Somit kann die neue Schneeanlage wohl tatsächlich nur als Ergänzung zur vorhandenen Beschneiung und natürlich zum Naturschnee dienen. Mehr ist da meiner Meinung absolut nicht drin.


200 m³ am Tag sind für einen normalen Skihang halt doch zu wenig um da großflächig zu Beschneien. Die Leistung ist ja im Vergleich zum Pitztal auch ehr gering. Der im Pitztal schaft 5 x so viel.
Für ganze Pisten hätte es dann mindestens diese Größe gebraucht.
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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon starli » 15.11.2014 - 18:06

noisi hat geschrieben:In mehr als einer Woche hat man, bzw. die Maschine, es nicht fertiggebracht, mehr als ein 150m langes, 10-15m breites Schneeband herzustellen. Für eine ganze Piste, auch eine durchschnittliche Sauerländer, würde man also einige Wochen benötigen.
Aber ob man mit einer einzigen Schneekanone in der Zeit eine ganze Abfahrt samt SL-Trasse in der Zeit hinbekommen hätte?

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon noisi » 15.11.2014 - 19:08

Rüganer hat geschrieben:Wenn man den Snowmaker ablehnt, sollte man auch Eishallen, Schwimmbäder usw. ablehnen.

Macht seltsamerweise kaum jemand :wink:


Wobei dieser Vergleich doch gewaltig hinkt!
Die meisten Eishallten & Schwimmbäder hängen doch noch zusätzlich am Tropf von uns Steuerzahlern.

starli hat geschrieben:Aber ob man mit einer einzigen Schneekanone in der Zeit eine ganze Abfahrt samt SL-Trasse in der Zeit hinbekommen hätte?

Ich sage ja.

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Re: AW: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.1

Beitragvon Lord-of-Ski » 15.11.2014 - 19:26

starli hat geschrieben:
noisi hat geschrieben:In mehr als einer Woche hat man, bzw. die Maschine, es nicht fertiggebracht, mehr als ein 150m langes, 10-15m breites Schneeband herzustellen. Für eine ganze Piste, auch eine durchschnittliche Sauerländer, würde man also einige Wochen benötigen.
Aber ob man mit einer einzigen Schneekanone in der Zeit eine ganze Abfahrt samt SL-Trasse in der Zeit hinbekommen hätte?

Bei ausreichend minus und einer TF10 sollte das in einer Woche gar kein Problem sein.
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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Rüganer » 15.11.2014 - 20:56

noisi hat geschrieben:
Rüganer hat geschrieben:Wenn man den Snowmaker ablehnt, sollte man auch Eishallen, Schwimmbäder usw. ablehnen.

Macht seltsamerweise kaum jemand :wink:


Wobei dieser Vergleich doch gewaltig hinkt!
Die meisten Eishallten & Schwimmbäder hängen doch noch zusätzlich am Tropf von uns Steuerzahlern.


Das mit dem Subventionieren meinte ich gar nicht, mir ging es um das Goße Ganze - CO2, Klimawandel usw.... :D

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon chrissi5 » 15.11.2014 - 21:37

Interessanter Bericht !! Bin mal gespannt ob die Diskussionen ( Energieverschwendung, Naturschutz ) und Anfeindungen ( Sauerland gegen Alpen ), sofern diejenigen User diesen Bericht gelesen haben, jetzt ab nimmt oder noch mehr an schärfe zu nimmt...

Wie halten es die EnergieKritiker eigentlich mit Kirmes ? Wieviel Strom wird wohl zb.auf der Wies´n verbraucht.. und wofür, nur zum Spaß..! :wink:
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Re: AW: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.1

Beitragvon Lord-of-Ski » 15.11.2014 - 21:49

Zum Thema Klimaschutz empfehle ich die Heute Show von gestern 14.11. mal anzuschauen. Der Beitrag zum Thema "Häuserdämmung" ist echt sehenswert. Ab Minute 26.30. Der Lobbyismus in Deutschland wird doch immer schlimmer!

Um den nächsten Satz zu verstehen Bitte die Sendung kucken.

Übermorgen gehe ich zum Maler damit er mein Haus dämmt, ich will nicht Schuld sein am Tod von Eisbärbabys und den Holländer.

:D:D:D
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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon msf » 15.11.2014 - 23:44

Grundsätzlich finde ich jede Art von Beschneiung super, muss man aber eine Piste in die grüne Wiese zaubern im November bei Temperaturen jenseits der Nullgradgrenze ? Ich würde nix sagen wenn es jetzt kurz vor Weihnachten wäre, so braucht man sich nicht zu wundern wenn jetzt die Grünen wieder auf die Palme gehen.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Doblinas » 16.11.2014 - 07:06

msf hat geschrieben:Grundsätzlich finde ich jede Art von Beschneiung super, muss man aber eine Piste in die grüne Wiese zaubern im November bei Temperaturen jenseits der Nullgradgrenze ? Ich würde nix sagen wenn es jetzt kurz vor Weihnachten wäre, so braucht man sich nicht zu wundern wenn jetzt die Grünen wieder auf die Palme gehen.



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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Dominik123 » 16.11.2014 - 09:25

Doblinas hat geschrieben:
msf hat geschrieben:Grundsätzlich finde ich jede Art von Beschneiung super, muss man aber eine Piste in die grüne Wiese zaubern im November bei Temperaturen jenseits der Nullgradgrenze ? Ich würde nix sagen wenn es jetzt kurz vor Weihnachten wäre, so braucht man sich nicht zu wundern wenn jetzt die Grünen wieder auf die Palme gehen.

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Die Grünen sind für mich überflüssig...

Zum Thema:
Ob man eine Gletschersaison, die sowieso bis in den Mai oder länger andauert, durch eine künstliche Beschneiung bereits im Oktober/November sichert oder ob das Sauerland die Saison bereits ab Dezember sichern möchte, ist für mich identisch. Warum sollte der Pitztaler Gletscher und/oder Zermatt mit einer im Verhältnis bereits überragenden Schneesicherheit ein Anrecht auf einen Snowmaker haben und das niedrige Sauerland nicht?

Vor Jahrzehnten sollte der Einsatz von Schneekanonen auch lediglich punktuell erfolgen, davon kann heutzutage keine Rede mehr sein. Die künstliche Beschneiung wird es auch noch in 30Jahren geben, wahrscheinlich sogar noch umfangreicher als heutzutage. In Zukunft dann eben vermehrt durch Snowmaker oder vergleichbaren Techniken...Die Ökos haben den Status quo ja zum Glück auch schon nicht verhindern können.
Saison 2016/2017: 7 Tage davon 3x Sölden, 3x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Skihalle Neuss

Saison 2015/2016: 17 Tage davon 4x Skiwelt, 3x Sölden, 2x Serfaus/Fiss/Ladis, 1x Ischgl, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Stubaier Gletscher, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Kaunertaler Gletscher, 2x Winterberg, 1x Skihalle Landgraaf

Saison 2014/2015: 26Tage davon 7x Ski Zillertal 3000, 4x Ischgl, 3x Pitztaler Gletscher, 2x Hintertuxer Gletscher, 2x Winterberg, 1x Söldener Gletscher + 4x Skihalle Neuss, 2x Skihalle Landgraaf, 1x Skihalle Bottrop

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon chrissi5 » 16.11.2014 - 10:23

Doblinas hat geschrieben: msf hat geschrieben:Grundsätzlich finde ich jede Art von Beschneiung super, muss man aber eine Piste in die grüne Wiese zaubern im November bei Temperaturen jenseits der Nullgradgrenze ? Ich würde nix sagen wenn es jetzt kurz vor Weihnachten wäre, so braucht man sich nicht zu wundern wenn jetzt die Grünen wieder auf die Palme gehen.




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Ich kann mir nicht vorstellen das man das jetzt jedes Jahr so macht. Dieses Jahr dient es einzig und allein zum demonstrationszweck, was so möglich ist..
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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon noisi » 16.11.2014 - 10:23

msf hat geschrieben:Grundsätzlich finde ich jede Art von Beschneiung super, muss man aber eine Piste in die grüne Wiese zaubern im November bei Temperaturen jenseits der Nullgradgrenze ? Ich würde nix sagen wenn es jetzt kurz vor Weihnachten wäre, so braucht man sich nicht zu wundern wenn jetzt die Grünen wieder auf die Palme gehen.


Grundsätzlich hast du da recht.
Ich glaube allerdings, dass die diesjährige Aktion, eine einmalige ist. Finanziell wird sich das ganze nämlich nie und nimmer lohnen (derzeitige Gegebenheiten, Wetter, Temperatur).
Ich weiß nur nicht, wo da jetzt wieder irgendwelche Grünen Feindbilder im Spiel sein sollen? Die sitzen in NRW seit Jahrzehnten auf der Regierungsbank (mit einer kurzen Unterbrechung). Eben jene Regierung hat den Ausbau der Beschneiung durch Förderung überhaupt erst auf den Weg gebracht (Masterplan Wintersportarena).
Vielleicht vertue ich mich ja und Politik wird von der Oppositionsbank gemacht, zumindest im blau-weiß-blauen Wunderland. Wundern würde es mich nicht.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon msf » 16.11.2014 - 10:24

@ Dominik : Jeder hat meiner Meinung nach ein Anrecht auf einen Snowmaker usw. , es ist aber ein Unterschied ob ich das Teil zur Saisonverlängerung einsetzte oder zur Sicherstellung zum Saisonstart oder nur zum Spaß, koste es was es wolle. In einem Mittelgebirge in Deutschland kann man nicht von einem " natürlichen " Saisonstart Mitte November ausgehen, und an Deinem ausgeführten Beispiel Pitztaler sind einige weitere Pisten in Betrieb das in dann schon was anderes. Gibt es eigentlich eine Genehmigung für die technische Beschneiung vor dem 15.11 , oder gilt das nur bei uns im Süden ? Man kann die Grünen mögen oder nicht , mit solchen Aktionen holst du den letzten Kritiker hinter den Ofen vor.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon msf » 16.11.2014 - 10:31

Gut man wird sehen was nächstes Jahr passiert, klaro der Werbeeffekt ist da, außer bei den Grünen :mrgreen: Würde mich interessieren ob sehr viel Schnee mehr bei leichten minusgraden vorhanden wäre.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Nuno » 16.11.2014 - 12:15

Danke für den Bericht - lesenswerter und guter Zusammenfassung von den x.000 Posts zu diesem Thema. Ich teile deine Meinung im grossen und ganzen und bin vor allem dieser Quote gefällt mir:

noisi hat geschrieben:Das vielgelesene Argument „die wissen schon was sie tun“ ist Quatsch.


Ich frage mich schon zeitenlang ob ich unseren Firmenleitung beraten soll einen Seilbahner rein zu holen, weil die angeblich ganzlich fehlerfrei arbeiten. :lach: Die einzige Unternehmer/Arbeiter die keinen Fehler machen, sind die, die überhaupt nicht schaffen ;-)

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon judyclt » 16.11.2014 - 16:42

Soweit meine Gedanken dazu, jetzt folgt der Schneebericht....


Sorry, aber deine Gedanken finde ich viel interessanter als den Schneebericht.
Und ich stimme ihnen zu. :!:

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon McMaf » 16.11.2014 - 21:48

Am Sauerland scheiden sich hier im Forum echt die Geister.
Leider nehme ich dazu aber fast nur die Extreme wahr: Die einen, die das Sauerland in den Himmel heben, jede Neuigkeit bereitwillig bewerben, wie es professionelle Agenturen nicht besser tun könnten und die anderen, die in jeder Kleinigkeit das Haar in der Suppe suchen und finden. Das hier zu verfolgen macht wirklich keinen Spass mehr.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon Roymarcoi » 17.11.2014 - 12:03

judyclt hat geschrieben:
Soweit meine Gedanken dazu, jetzt folgt der Schneebericht....


Sorry, aber deine Gedanken finde ich viel interessanter als den Schneebericht.
Und ich stimme ihnen zu. :!:



Ebenfalls. Ich finde Noisy hat alles gut auf den Punkt gebracht und in nahezu allen seiner Aussagen finde ich meine persönliche Meinung wieder.
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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon OliK » 17.11.2014 - 13:45

Damit ist das Sauerland endgültig in die Top 3 der weltweiten Schidestinationen aufgestiegen :biggrin:

Spass beiseite, ich finde die Aktion super :top: . Ob es sich lohnt oder nicht, lässt sich wohl wie bei jeder Promo-Aktion schlecht ausrechnen.
Das kam doch sogar in Nachrichten, ich denke 20s Werbung zur Primetime wäre teurer geworden.

Das Sauerland poralisiert in der Tat, ist IMHO der Tatsache -wie oben schon geschrieben wurde - geschuldet, daß für die Fanboys von dort oben das Sauerland
das Nonplusultra darstellt, während wir Alpennahen eher müde drüber lächeln. Die Infrastruktur da oben ist aber trotzdem ein Hammer, an dem sich bspw. der
Feldi ne Scheibe abschneiden könnte...

Just my 2cents....
Es grüsst der Oli

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon judyclt » 17.11.2014 - 19:38

McMaf hat geschrieben:Am Sauerland scheiden sich hier im Forum echt die Geister.
Leider nehme ich dazu aber fast nur die Extreme wahr: Die einen, die das Sauerland in den Himmel heben, jede Neuigkeit bereitwillig bewerben, wie es professionelle Agenturen nicht besser tun könnten und die anderen, die in jeder Kleinigkeit das Haar in der Suppe suchen und finden. Das hier zu verfolgen macht wirklich keinen Spass mehr.


Da hast du leider recht. Keine Ahnung, warum das so ist, aber es stimmt. Manche verkünden jede einzelne Schneeflocke
und jede neue Schneekanone im Sauerland. Das nervt wirklich mindestens ebenso wie das übliche Geschimpfe über das ach so flache Sauerland.

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon SaMiFu » 17.11.2014 - 20:32

Also ich glaube, dass hier die Kosten auch von TechnoAlpin mitgetragen wurden, so wurde es eine doppelte Werbeveranstaltung. Diese hat halt Saisoneröffnung bekommen. Das ist man doch sofort Ohr, jetzt schon Saisoneröffnung im Sauerland........

https://m.facebook.com/technoalpin?_rdr

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Re: Zu kurz für meinen Titel - Skizirkus Ruhrquelle 15.11.14

Beitragvon axisofjustice » 18.11.2014 - 15:02

Ein paar lose Gedanken von einem Ex-Sauerländer

Das Hochsauerland setzt zunehmend auf Skifahren als Event, nicht mehr nur als reine und vor allem regelmäßige Freizeit- bzw. Sportbeschäftigung (Kundschaft aus der Region reicht längst nicht mehr, um die Investitionen zu stemmen). Mit Aktionen wie der am vergangenen Wochenende sollen sicher auch Gruppen gelockt werden, die einfach nur einen erlebnisreichen Tag haben wollen - ob Skifahren oder Klettern im Hochseilgarten ist da zweitrangig.

Da die Region touristisch inzwischen sehr stark organisiert ist und dort meist alle an einem Strang ziehen (Politik, Unternehmer, EH, Privat), gibt es kaum Hindernisse was den touristischen Ausbau angeht. Alles, was möglich ist, wird gemacht, ob nun im Sommer oder im Winter.
Zwei begünstigende Faktoren:
1. Im HSK gab es schon immer viel Nutzwald, somit stellte die Verwertbarkeit der Natur zu touristischen Zwecken kein Tabu dar.
2. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet und die aus den Niederlanden sind sehr dankbar über jeden kleineren Wald, Hügel und Schneeberg - wer hingegen beispielsweise mit seinem Skigebiet in Bayern oder im Schwarzwald überregionale Kundschaft anlocken will, hat es deutlich schwerer.

Wer selbst Sauerländer ist oder zumindest den Menschenschlag hier gut kennt, der wird mir vielleicht zustimmen, dass man die Menschen dort vor allem mit den Begriffen "bauernschlau" und "pragmatisch" beschreiben kann. Trotz der schönen Natur galt aber auch schon seit jeher (und für nicht wenige heute noch), dass dort der Hund begraben liegt. Aus dem strukturschwachen Sauerland der 80er und 90er Jahre sind massig jüngere Leute weggezogen. Als der Tourismus in den 90ern stärker Fahrt aufnahm, haben viele die Chance gesehen, hier gutes Geld zu verdienen. Siggis Hütte und der Sauerlandstern können als Prototypen dieser Entwicklung gesehen werden; Insofern ist auch m.E. Willingen die Wiege des modernen Tourismus im HSK. Aus Bauern wurden Betriebswirte und aus Hausfrauen Hotelfachfrauen. In den 00ern hat sich das Ganze dann nochmal beschleunigt.

Momentan geht denjenigen, die zuletzt in diesen rausch-artigen Höhenflug viel investiert haben, der Pöppes auf Grundeis. 08/09 und 09/10 waren überragende und vor allem durchgehend kalte Winter im Sauerland, auch 10/11 brauchte zumindest bis Schulbeginn nach Neujahr dem Tourismus volle Kassen. Das hat man wohl als Zeichen betrachtet und ordentlich reinvestiert. Die Winter danach fielen im Vergleich stark ab. Die Erkenntnis, dass auch noch so viele Schneekanonen ohne Minusgrade keinen Schnee produzieren und dass vor allem der kleine Zeitraum von Weihnachten bis Dreikönigsfest wettertechnisch immer unberechenbarer wird, stellt die Region sicher vor eine große Herausforderung.
2012/13
16.11-18.11: Tux
26.12-02.01: Saas Fee
11.01-13.01: Hasliberg
24.02 : Andermatt
27.02-03.03: Val di Sole
23.03-30.03: Laax

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