Nach einigen vergeblichen versuchen (Schneemangel, kein Liftbetrieb etc.) konnte ich nun erstmal meine Schwünge im kleinen aber feinen, aber insgesamt etwas altertümlich wirkenden Skigebiet von Langewiese in den Schnee setzen.
Wetter: Nebel, -2°C
Schneelage: 20-40cm verharschter Altschnee
Pistenzustand: griffiger Altschnee, teils mit Kunstschnee durchmischt, Steilhänge abgerutscht mit dünner Neuschneeauflage
Wartezeiten: keine
Geöffnete/geschlossene Anlagen/Pisten:
2SL Sonnenhanglift, 2SL Fürstenhanglift
Beste Abfahrt: Pulverpiste/Sonnenhang
Schlechteste Abfahrt: Fürstenhang I & II
Gefallen: uriges, kleines Skigebiet - sehr günstige Preise (11Fahrten - 6€
Nicht Gefallen: Etwas mehr Schnee wäre toll gewesen
Pistenplan
Das Skigebiet Langewiese verfügt über insgesamt 2 Lifte, den kurzen und flachen Sonnenlift, sowie den nicht viel längeren, aber sehr steilen Fürstenhanglift. Dazu gibt es 4 Abfahrten, eine kurze blaue, 2 kurze und sehr schmale schwarze und eine längere, rote, sehr schöne Abfahrt. Das Skigebiet hatte bereits seine LSAP Zeit, fand jedoch kurz nach der Jahrtausendwende einen neuen Besitzer. Die Liftanlagen wurden wieder instandgesetzt und haben ihren urigen Charakter nicht eingebüßt.
Sonnenlift von Leitner mit Kurzbügeln. Hinten im Nebel ist schemenhaft bereits die Talstation zu erkennen. Die erschlossene Abfahrt ist flach, aber nicht zu flach - aber zur kurz. Taugt aber gut zum üben und einschwingen. Zwei Schneekanonen von Sufag, die einzigen im Skigebiet machen diesen Hang einigermaßen schneesicher.
Talstation und Einstiegsbereich.
Nacht nur drei Stützen ist bereits der Ausstieg erreicht.
Zwischengestreut, ein Bild bei etwas besserer Sicht, allerdings ohne Schnee von Anfang Januar.
Wieder zurück im Schnee äh Nebel. Keine typische Leitnerstation - bzw. ist der Lift evtl. zusammengeschustert?
Letzter Blick zur Talstation.
Ein paar Meter hinter der Talstation des Sonnenliftes befindet sich die Einfahrt in die Pulverpiste. Eine ähnlich zum Neuastenberger Kanonenrohr, durch eine Geländemulde führende mittelschwere Abfahrt. Dazu kommt noch leicht hängendes Gelände - die mit Abstand schönste Piste in Langewiese.
Hängender Charakter der Abfahrt.
Leider ist nach 400m schon die Talstation in Sicht.
Rückblick.
Rückblende Anfang Januar. Links die Markante Geländekante mit Übergang zum Kanonenrohr. Darüber der Sonnenlift.
Talstation Fürstenhang. DM-Ankerlift mit Langbügeln und neckischem Dächlein an der Talstation.
Liftrasse. Geht es zunächst recht flach dahin, ist die obere Hälfte steil bis sehr steil.
Von der Steilheit zeugt auch dieser einseitige Niederhalter.
Einfahrt Steilhang. Rechts eine der beiden Schwarzen Abfahrten für die der Schnee leider nicht mehr ausreichte.
Liftausstieg und Bergstation.
Die zweite schwarze Abfahrt, Fürstenhang II hab ich mir zum leidwesen meiner Skier dann doch angetan.
Diese ist nicht weniger schmal als die andere, schwarze Variante. Wie im Bild offensichtlich wird, ist die Schneeauflage marginal, beim hier nötigen Aufkanten war Erdkontakt nicht zu vermeiden.
Nochmal Lift, Trasse und Abfahrt Fürstenhang I
Neigung wird leider kaum wiedergegeben.
Fazit: Mich wird Langewiese wieder sehen. Gerade bei viel Naturschnee und am Wochenende findet man hier eine lohnende und vermutlich wartezeitenfreie Alternative zum Rummel in Winterberg und Neuastenberg. Auch der Preis passt hier!
Ingesamt trotz weitaus weniger Schneekanonen bessere Pistenverhältnisse als in Altastenberg.