GEGEN SKIFAHRER UND TOURENGEHER
Nachtsperre für Skipisten
Salzburgs Skipisten sollen in dieser Saison in der Nacht erstmals alle gesperrt sein. Das haben die Seilbahngesellschaften entschieden. Betrunkene, die in der Nacht von den Hütten abfahren, und Nacht-Tourengeher konmen den Pisten-Präpariergeräten in die Quere.
Gefahr zu groß
De Gefahr für die Skifahrer in der Nacht sei sehr groß, argumentieren die Seilbahnunternehmer - Moderne Pistenplanierraupen hängen nämlich meist am Seil, um sich gegen Abrutschen zu sichern.
"Wir wissen von einem Kollegen in Kärnten, der hat einen Toten gehabt", sagt Albert Rattensperger, Geschäftsführer der Maiskogelbahnen in Kaprun (Pinzgau), "Er ist zwar freigesprochen worden, aber damit ist ihm nicht gedient. Der wird niemals mehr glücklich, wenn er in die Raupe steigt."
Schläuche für Schneekanonen aufgeschlitzt
Eine weitere Standard-Konfliktsituation zwischen den Pistenpräparierern und nächtlichen Skifahrern verbirgt sich wenige Zentimeter unter der Schneedecke.
Die Wasser-Druckschläuche der Schneekanonen würden regelmäßig durch Stahlkanten aufgeschlitzt, sagt Rattensperger. Im Vorjahr seien so in seinem Skigebiet zehn bis zwölf Schläuche beschädigt worden.
Kein "freier Naturraum"
Skipisten seien High-Tech-Sportanlagen geworden, die mühsam präpariert und geschützt werden müssen, argumentieren die Seilbahnen: "Es handelt sich nicht um freien Naturraum, sondern um organisierten Skiraum, der während der Betriebszeiten zur Verfügung gestellt wird", sagt Ferdinand Eder, Fachgruppensprecher der Seilbahnwirtschaft.
Die Liftbetreiber mieteten die Flächen für Skipisten an, ergänzt Rattensperger: "Wir wünschen, dass das als Betriebsgelände akzeptiert wird."
Ein Skitouren-Abend pro Woche
Um die Tourengeher, die in der Nacht auf den Pisten trainieren, nicht ganz zu vergraulen, bieten einzelne Liftgesellschaften einen Abend pro Woche als Ausnahme an: Bei den Maiskogelbahnen in Kaprun ist Tourengehen zum Beispiel jeweils am Mittwoch bis 22.30 Uhr erlaubt.
Bereits am 30.11.05 dazu erschienen:
Quellen: www.orf.atÄrger über Tourengeher auf Pisten
Liftbetreiber ärgern sich auch in der neuen Skisaison wieder über Skitourengeher: Diese gehen in der Nacht die Pisten hinauf, obwohl diese gerade beschneit und präpariert werden.
Schläuche und Kabel über die Piste
"Das Gefährliche und Schwierige dabei ist, dass sie einfach rücksichtslos gerade hinaufgehen. Die schauen nicht, ob eine Kanone steht oder ein Schlauch liegt", ärgert sich Albert Rattensperger von den Maiskogelbahnen in Kaprun (Pinzgau).
Die Schläuche und Stromkabel für die Beschneiungsanlagen seien oft leicht vom Schnee überdeckt, ergänzt Rattensperger: "Da wird drübergegangen. Wenn er das mit der Skikante aufschneidet - da sind 40 Bar Druck drauf - da kann sich jeder ausrechnen, was da passieren kann."
Warnung vor gespannten Seilen ignoriert
Für die Tourengeher seien die gespannten Seile gefährlich, mit denen die Pistengeräte gesichert werden. Diese seien in der Dunkelheit kaum zu sehen.
Warntafeln würden aber ständig ignoriert, sagt Rattensperger: "Es werden zum Teil Netze oder Absperrungen gespannt, es werden Tafeln hingesteckt 'Pistengerät am Seil'. Das wird ignoriert, Absperrungen werden niedergetreten. Die sind der Meinung, das Gelände gehört ihnen."
HIER noch ein längerer und ausführlicher sowie sehr interessanter Artikel über "Skitouren" auf Pisten als Landplage?.